Zwei junge Menschen, zehn letzte Wünsche und eine Reise – Wir fliegen, wenn wir fallen

„Unsere Welt besteht aus vielen kleinen Wundern, wir nehmen uns nur zu selten die Zeit für sie.“ (S.115)

Sehet und staunet: Hinter dem quitschig-bunten Cover von „Wir fliegen, wenn wir fallen“ verbirgt sich mehr als nur eine kitschige Love-Story. Statt einfach nur zwei gegensätzlich Charaktere aufeinander loszulassen, vermittelt Ava Reed neben besagter Liebesgeschichte tatsächlich auch eine Botschaft. Ein Botschaft, so tiefgründig, dass man ein Wandtattoo daraus machen könnte.

 

wir fliegen wenn wir fallen

Bildquelle: ueberreuter-Verlag

Eine Nacht unter den Sternen schlafen. Einen Spaziergang im Regenwald machen. Die Nordlichter beobachten … So beginnt eine Liste mit zehn Wünschen, die Phil nach seinem Tod hinterlässt, gewidmet seinem Enkel Noel und der siebzehnjährigen Yara. Phils letztem Willen zufolge sollen sich die beiden an seiner statt die Wünsche erfüllen. Gemeinsam. Yara und Noel, die sich vom ersten Moment an nicht ausstehen können, willigen nur Phil zuliebe ein. Doch ohne es zu wissen, begeben sich die beiden auf eine Reise, die nicht nur ihr Leben grundlegend verändern wird, sondern an deren Ende beiden klar ist: Das Glück, das Leben und die Liebe fangen gerade erst an. 

Quelle: LovelyBooks

  • Autorin: Ava Reed
  • Genre: Young Adult
  • Verlag: Ueberreuter
  • Seiten: 304
  • ISBN: 978-3-7641-7072-1

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Tausend gute Gründe „Throne of Glass“ zu lesen

Vermutlich habt ihr alle schon von der Reihe Throne of Glass gehört und manche von euch haben wohl schon einen vorsichtigen Blick hineingeworfen und konnten sich nicht mehr losreißen. Willkommen im Club!
Aber andere, vermutlich diejenigen, die Büchern, die ganz oben auf der Hypewelle treiben, grundsätzlich aus dem Weg gehen, haben auch dieser Reihe keinen zweiten Blick geschenkt. HALT! NICHT WEITERSCROLLEN! ICH REDE MIT EUCH!!!

Jetzt, da ich eure Aufmerksamkeit habe, fangen wir doch einfach ganz von vorne an und fragen uns, worum es denn eigentlich geht. Im folgenden Absatz kommt ihr in den Genuss des Klapptexts des ersten Teils Throne of Glass – Die Erwählte, aber lasst euch eins gesagt sein: Es geht noch um soooo unglaublich viel mehr als es auf den ersten und auch auf den zweiten Blick scheint.

Celaena Sardothien ist jung, schön und zum Tode verurteilt. Doch dann taucht Chaol Westfall, Captain der Leibgarde, auf und bietet ihr eine einzige Chance zum Überleben. Kronprinz Dorian hat sie dazu ausersehen, einen tödlichen Wettkampf zu bestreiten: Wenn es ihr gelingt, für ihn 23 kampferprobte Männer zu besiegen, wird sie ihre Freiheit wiedererlangen. Beim gemeinsamen Training mit Captain Westfall findet sie immer mehr Gefallen an dem jungen, geheimnisvollen Mann. Und auch der Kronprinz lässt sie nicht kalt. Zeit, über ihre Gefühle nachzudenken, bleibt ihr allerdings nicht. Denn etwas abgrundtief Böses lauert im Dunkeln des Schlosses – und es ist da, um zu töten.

Quelle: dtv-Verlag

Dann kann es ja fast schon losgehen, oder? Aber bevor ich euch eine Million Gründe liefere, euch diesem Bann nicht zu entziehen, muss ich euch darauf hinweisen, dass diese Gründe ein winziges Stückchen über das hinausgehen, was ihr aus dem Klapptext kennt. Aber keine Angst, das sind absolute Mini-Spoiler, die auch mehr Andeutungen als konkrete Spaßverderber sind und den einfachen Zweck haben, euch neugierig zu machen. Ich würde euch zum Beispiel niemals sagen, dass der König von Adarlan eigentlich gar kein *aus leserfreundlichen Gründen gestrichen* oder dass Celaena in Wahrheit *Blank Space*. Seht ihr? Kein Grund zur Panik. Großes Blogger-Ehrenwort!

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Die Fälschung und das Meisterwerk – mädchen aus papier

„Annika war für mich immer ein Mysterium. Ein Rätsel, dessen Lösung unerreichbar scheint, wie ein völlig verdrehter Zauberwürfel. Ich dachte, dass sich mit ihrer Rückkehr endlich alles auflösen würde. Aber jetzt ist sie wieder da und alles ist mysteriöser als je zuvor.“ (S.159*)

Maedchen aus Papier von Sina Flammang

Bildquelle: cbt-Verlag

  • Autorin: Sina Flammang
  • Genre: Roman
  • Jahr: 2017
  • Seiten: 352

“Meine Schwester ist das gestohlene Meisterwerk. Ich bin nur die Fälschung.“

Mari ist drei, als ihre Schwester in einem Kaufhaus spurlos verschwindet. Seit Mari sich erinnern kann, schwebt der Schatten der verlorenen Tochter über der Familie und lässt die Verschwundene beinahe realer scheinen als sie selbst. Als Annika nach zwölf Jahren wie aus dem Nichts wieder auftaucht, sind alle überfordert von diesem Geistermädchen, das verschlossen, unzugänglich und geheimnisvoll ist. Während die Eltern krampfhaft heile Welt spielen, fühlt Mari sich mehr und mehr verdrängt. Bis ihr irgendwann nichts anderes übrig bleibt, als selbst zu verschwinden. Zusammen mit ihren Freunden Clementine und Ole macht sie sich auf einen irrwitzigen Trip nach Italien – um am Ende doch zurückzufinden.

Quelle: randomhouse.de


Dieses Buch ist unglaublich … voll. Es ist voller Emotionen, voller Schwierigkeiten. Es ist angefüllt mit komplexen Charakteren und schwierigen Entscheidungen. Die Sätze sind angereichert mit Vergleichen und Metaphern, und in Kombination mit dem schwierigen Thema, an das sich die Autorin hier heranwagt, ergibt es einen schwer verdaulichen Roman. Es ist kein „Sommer, Sonne, Strandboy“-Roman, den man in der Sekunde vergessen hat, in der man ihn zurück ins Regal stellt. Nein, mädchen aus papier geht sehr nahe und es dauert eine Weile, bis man sich aus diesen Wirrwarr aus Problemen wieder befreit hat.

Hier kann ich nur auf ein paar herausragende Punkte eingehen, wir wollen ja nicht, dass sich jemand in dieser Rezension verirrt.

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Krimi oder Katzengeschichte? – Die Katzen von Montmartre

„Mein Name ist Bonnard. Ich wohne auf dem Friedhof von Montmartre. Es ist kein schlechter Ort, still, grün, mit frischer Erde für die gewissen Bedürfnisse, was in der Stadt keine Selbstverständlichkeit ist. So viel ist sicher. Im Moment liege ich auf einer Bank in der Herbstsonne, die den großen Steinkörper der Stadt wärmt bis hinauf zur weißen Kuppel von Sacré-Coeur, die in den Himmel ragt wie ein Fest. Sie wärmt auch die grünen Gießkannen, die verschämt hinter den Grabsteinen abgestellt wurden, die nagelneu gesetzten Erika auf den Gräbern – Und auch Sie. Nehmen Sie Platz. Hier enden die Geschichten nicht nur, es fangen auch welche an.“ (S.253*)

Die Katzen von Montmartre von Tessa Korber

  • Autorin: Tessa Korber
  • Genre: Kriminalroman
  • Jahr: 2016 bei btb
  • Seiten: 253

Sie liegen auf den Steinen des Friedhofs, streunen durch die Straßen von Paris und sonnen sich auf den Treppenstufen, die zu Sacré-Coeur hinaufführen. Die Katzen von Montmartre sind überall und erschnuppern oder erfühlen mit ihren Schnurrhaaren so einiges, was den menschlichen Bewohnern der Stadt nur zu leicht entgeht. Als die Leiche eines jungen Mädchens auf dem Friedhof von Montmartre gefunden wird und zudem noch die Katze Grisette, der Schwarm aller Kater, von einem auf den anderen Tag verschwunden ist, beginnen die Katzen auf eigene Pfote zu ermitteln. Hat der Mord etwas mit dem plötzlichen Verschwinden von Grisette zu tun? Und wie tief müssen die Katzen in die Geschichte des Montmartre hinabsteigen, um dieses Geheimnis zu lüften?

Quelle: btb-Verlag


Ich finde es bewundernswert, wie genau fünf Wörter ein Buch gleichzeitig sehr genau schildern und die Leser in die Irre führen können. In diesem Fall sind die Worte, die ganz genau sagen, worum es hier geht: Die Katzen von Montmartre und das übrig gebliebene eine Wort scheint auf den ersten Blick (auf das Cover) verwirrend, auf den zweiten Blick (auf den Klapptext) passend und auf den dritten und letzten Blick (ins Buch) an den Haaren herbeigezogen zu sein. Dieses Wort lautet Kriminalroman, der sich für mich die Handlung in erster Linie um ein oder mehrere zusammenhängende Verbrechen und deren Aufklärung dreht. Nun, das ist hier nicht der Fall, aber dazu später mehr.

Einige wenige Worte zum Cover sollen hier auch nicht fehlen: Es fängt das Flair des Romans gut ein, passt zum Titel und vor allem weiß man auch, was es darstellen soll. So, das war´s. Kommen wir zum interessanten Teil:

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Tigermädchen – Die Nacht ist ihr Element

„Sie hatte viele Namen. Das Mädchen in Schwarz, die dunkle Retterin oder das Tier der Nacht.“ (S.6*)

tigermädchen - die nacht ist ihr element

  • Autorin: Delia Muñoz
  • Genre: Fantasy
  • Jahr: 2016 beim Eisermann Verlag
  • Seiten: 413

Sie kontrolliert die Schatten.
Sie sieht im Dunkeln.
Dass Melanie ein Tigermädchen ist, weiß sie noch nicht, als sie ins Camp Cataara eintritt. Zeit, sich einzuleben, wird ihr verweigert. Denn obwohl sie selbst ihre Gaben noch nicht vollständig beherrscht, trachten gegnerische Gruppierungen bereits nach ihr und ihrer Macht. Schon bald wird ihre Freundin Laura entführt und die Gegner fordern einen Tauschhandel – Laura gegen das Tigermädchen. Melanie und ihre Freunde wollen den Handel der Entführer jedoch nicht eingehen und suchen eine andere Möglichkeit, Laura zu retten. Nur auf einen vagen Verdacht hin verfolgen sie die Spur der Gegner, obwohl diese sich immer wieder zu verlieren scheint. Doch nicht nur ihre Informationsquellen wirken wenig vertrauensvoll, auch die neun Jugendlichen selbst haben Geheimnisse voreinander …
Wird Melanie es schaffen, Laura zu finden, ohne sich selbst auszuliefern?

Quelle: Eisermann-Verlag


Vorneweg möchte ich sagen, dass Tigermädchen bei oberflächlicher Betrachtung – Cover und Klapptext – zunächst einen guten Eindruck macht, vielversprechend wirkt. Allein die Tatsache, dass Melanie ein Tigermädchen, eine uns unbekannte Spezies, ist, und damit Draculas voreiligen Gruß aus der Versenkung heraus abwehrt, macht doch neugierig. (Dabei hatte sich Draci schon sooo gefreut, als er die bunten Augen und den tragischen Gesichtsausdruck auf dem Cover gesehen hat…)
Nun ja, mein erster Eindruck ist wohl auch nicht so wichtig und interessiert dich vermutlich so gar nicht, schließlich liest du diese Rezension um zu erfahren, wie es mir denn beim und nicht vorm Lesen ergangen ist. In diesem Sinne: Vorhang auf für die positiven Aspekte!

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Léon & Claire – Er trat aus den Schatten

„Ja, vielleicht sollte er sich fürchten. Was würde von seiner Welt übrig bleiben, wenn Licht und Schatten aufeinander trafen, erbittert bereit, das letzte Gefecht gegeneinander auszutragen.“ (S.362*)

Leon Claire von Ulrike Schweikert

Bildquelle: randomhouse.de

  • Autorin: Ulrike Schweikert
  • Genre: Fantasy
  • Reihe: Léon & Claire #1
  • Jahr: 2016 bei cbt
  • Seiten: 475

Paris hat eine dunkle Seite …

Sie nennen sich selbst die Kämpfer der Schatten und haben der Stadt den Rücken gekehrt. Vom hellen Licht sind sie in das Reich der Dunkelheit hinabgestiegen, in die Katakomben tief unter Paris. Unter ihnen lebt Léon, der magische Fähigkeiten besitzt. Er allein weiß um die Macht des Meisters der Finsternis, dessen Ziel es ist, Paris zu vernichten. Als Léon eines Tages der schönen Claire das Leben rettet, ist es um sie beide geschehen. Léon nimmt Claire mit in seine düstere Welt; Licht und Schatten verbinden sich. Doch das Glück der beiden ist nicht nur dem attraktiven Adrien ein Dorn im Auge, der schon lange in Claire verliebt ist, sondern vor allem dem Meister der Finsternis selbst, der seine ganz eigenen Pläne mit Léon hat. Schon bald werden die beiden Liebenden zum Spielball dunkler Mächte.

Quelle: randomhouse.de


erwartung-realitatIch gehe mit gemischten Gefühlen an diese Rezension heran. Einerseits gefällt mir die Idee wirklich gut, der Klapptext und das Cover machen neugierig auf mehr und entsprechend hoch waren auch meine Erwartungen. Andererseits war es in so vieler Hinsicht eine solche Enttäuschung, dass es den Erwartungen nicht nahe kommen, sondern ihnen nur aus großer Ferne zuwinken konnte.

Großmutter, warum hast du denn so große Zähne?

Claire muss von New York nach Paris ziehen, praktischerweise beherrscht sie die Sprache perfekt, weil sie bilingual erzogen wurde, ihr Vater verdient sehr gut (immerhin wohnen sie in einem 2-stöckigen Penthouse mit Blick auf den Eiffelturm. Mit drei Personen!), die Mutter arbeitet im Louvre, kurzum: Sie hat keine nennenswerten Probleme. Klar, sie vermisst ihre amerikanischen Freunde, aber sie gewöhnt sich an der neuen Schule relativ schnell ein.

Ach ja, die Schule: Ein begehbares Klischee: Natürlich gibt es den reichen, verwöhnten Sunny Boy namens Adrien, dem alle mehr oder minder offensichtlich nachsabbern, wenn er das Parkett betritt, die Schulzicke und „Königin“, die mit ihren Unterwürfigen Hof hält und sich gerne besagten Sunny Boy krallen würde, und die natürlich sofort die künstlichen Fingernägel ausfährt, als Adrien Interesse an Claire zeigt. Dazu kommen die Außenseiterin, die als einzige gut in Mathe ist und deshalb (wie sollte es anders sein?) von allen gehasst/beneidet wird, das Mädchen, das sich von selbst von der großen Menge absetzt und sich selbstredend schnell zu Claires bester Freundin entwickelt. Einen Sportler gibt es hier wohl einfach nur deshalb nicht, weil Claire selbst gerne mal FlicFlacs und Saltos schlägt.

Ihr seht, die Schule könnte kaum klischeehafter sein, allerdings sollte ich positiv vermelden, dass immerhin das französische Schulsystem kurz erklärt wird und deshalb sollte da zumindest niemand größere Schwierigkeiten haben.

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Taking Chances – Im Herzen bei dir

„Wenn ich vernünftig oder selbstlos gewesen wäre, hätte ich ihn gebeten, sofort zu gehen und nie mehr zurückzukommen. Aber ich war das Gegenteil von beidem“ (S.236*)

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Bildquelle: der OnleiheVerbundHessen

  • Autorin: Molly McAdams
  • Genre: Love-Story
  • Originaltitel: Taking Chances
  • deutsche Ausgabe: 2016 bei MIRA Taschenbuch
  • Seiten: 373

Harper wächst unter dem strengen Regiment ihres Marine-Dads auf. Sie zählt die Tage, bis sie aufs College gehen kann, um endlich die Dinge zu erleben, von denen sie bislang nur gehört hat: flirten, daten, küssen. Gleich auf der ersten Party trifft sie Chase, der all das ist, was ihr Vater hasst: sexy, wild, verwegen. Nur mühsam widersteht Harper seinem Bad-Boy-Charme. Obwohl sie sich kurz darauf in seinen attraktiven Mitbewohner Brandon verliebt, scheint ihr Körper jedes Mal vor Verlangen zu vibrieren, sobald Chase in der Nähe ist. Sie ist überglücklich mit Brandon, aber auch ihre Gefühle für Chase werden immer stärker. Ein unvergessliches Wochenende lang gibt sie der Versuchung nach – und plötzlich ist nichts mehr, wie es war …

Quelle: HarperCollinsGermany


Taking Chances – Im Herzen bei dir. Dieses Buch stellt mich wirklich vor ein großes Rätsel.
Auf der einen Seite gibt es viele Menschen (itc. Blogger), die viel Begeisterung dafür aufbringen können.
Und auf der anderen Seite gibt es mich, die das Teil am liebsten in hohem Bogen aus dem Fenster befördert hätte, wenn es nur meinen eBook-Reader nicht mitgenommen hätte.

50-shades-of-grey-gefangnis

Der Leser, der noch nicht in den Genuss dieses Bündels bedruckten Papiers gekommen ist, wird sich jetzt bestimmt fragen, was denn eine solch heftige Reaktion ausgelöst haben könnte. Eine naheliegende Möglichkeit wäre der übermäßige Gebrauch von Szenen, die man am liebsten in einem 50 Shadey of Grey-Film einsperren würde, aber das ist es nicht! Nein, im Gegenteil, das Buch versucht romantisch zu sein, wirklich, es gibt sich alle Mühe, aber das Problem ist – das Problem ist, dass — Mensch, wenn ich das Problem in einem einzigen Nebensatz zusammenfassen könnte, würden wir jetzt nicht hier stehen! Ich weiß überhaupt nicht, welches von den tausend mir den Rest gegeben hat, aber eins muss es gewesen sein, oder vielleicht auch alle zusammen.

Zum Glück muss ich mich nicht auf einen Nebensatz beschränken, also bekommst du hier die geballte Ladung an Problemen und Ursachen für viele imaginäre Beulen vom ständigen Kopf-gegen-eine-imaginäre-Wand-Schlagen.

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Witch Hunter #2 – Herz aus Dunkelheit

„Krieg beruht auf Täuschung. Um zu gewinnen, muss man sich dem Feind auf eine Weise präsentieren, dass dieser glaubt, was man ihn glauben lassen will.“ (S.90*)

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Bildquelle: der OnleiheVerbundHessen


Zwischen Liebe und Verrat.

Was bleibt der gefürchteten Hexenjägerin Elizabeth Grey, nachdem sie ihr Stigma und damit ihre magische Unverwundbarkeit verloren hat? Ihr Kampfgeist. Und ihre Liebe. Doch nicht alle trauen der ehemaligen Gegnerin. Und was hat John, der Heiler, gewonnen, nachdem die Kraft des Stigmas auf ihn übergegangen ist? Sein Leben. Und eben jene Unverwundbarkeit. Aber diese Kraft verändert ihn. Und schon bald erkennt Elizabeth ihn kaum wieder. Denn seine neue Macht treibt ihn in den tobenden Krieg. Wird Elizabeth John vor dem Sog des Stigmas schützen können? Ohne ihre einstige Stärke, aber mit dem Mut der Verzweiflung?

Quelle: dtv-Verlag

Witch Hunter – Herz aus Dunkelheit ist ein gelungener zweiter Teil der Witch Hunter-Reihe, aber – der ewige Fluch – er konnte mich nicht so sehr überzeugen wie Teil eins.
Zu dieser Reihe möchte ich gesagt haben, dass ich die Cover, die sich ja doch sehr ähneln, wirklich gut finde. Die Schrift mit dem Schlüssel/Schwert und der weiße Hintergrund sind einfach angenehm anzusehen. Bevor ihr jetzt das Kriegsbeil ausgrabt, ja, ich sehe das Mädchen mit dem tragischen Blick und nein, ich finde es gar nicht schlimm, denn hier passt es einfach.

Kommen wir zum Inhalt dieser schönen Verpackung:

Eins der Dinge, die sich im Vergleich zu Teil eins am meisten verändert haben, sind die Protagonisten Elizabeth und John. Keine Angst, das hier wird keine ausführliche Charakterisierung á la Deutsch-Unterricht 6. Klasse, sondern ein wesentlich kürzerer Vergleich zwischen Teil eins und zwei.

Zweimal komplette Kehrtwende bitte!

Let´s start with … Elizabeth!

„Ich bin nicht mehr der Mensch, der ich war, als wir uns kennenlernten, nicht mehr der Mensch, der ich noch vor drei Monaten war. Damals war ich eine Hexenjägerin, unbesiegbar, Trägerin des Stigmas und Mittelpunkt einer Prophezeiung – die meistgesuchte Person in ganz Anglia. Wer ich jetzt bin, weiß ich nicht.“ (S.18*)

In Teil eins war Elizabeth eine knallharte Hexenjägerin vom Typ Bad Ass, die komplett unter Blackwells Fittiche stand und bedingungslos alles gemacht hat, was er von ihr wollte. Die Einstellung gegenüber ihrem großen Meister hat sich im Laufe der Geschichte verändert, aber eine toughe Kriegerin ist sie geblieben.

Nun erinnert ihr euch sicher daran, dass Elizabeth gegen Ende von Teil eins plötzlich total selbstlos wurde und John das Geheimnis ihres Erfolgs – das Stigma – geschenkt hat. Letztendlich erholt sie sich von ihrem letzten Kampf gegen das Böse, aber – hoppla! – mit dem Stigma ist mehr als nur Unverletzbarkeit flöten gegangen. Es kommt wie es kommen muss: Elizabeth gerät in eine brenzlige Situation, und kann sich plötzlich kaum noch selbst verteidigen. Früher hätte sie den Angreifer auf dem Kopf stehend mit dem kleinen Zeh erledigt, aber jetzt reichen beide Hände und eine aufrechte Position nicht mehr aus.

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Königreich der Schatten#1 – Die wahre Königin

„Die Königin von Relhok. Der Titel besaß keinerlei Bedeutung mehr. […] Eine Königin, die alle für tot hielten. Verschwunden und vergessen. Gefangen in einem Turm inmitten eines verfluchten Waldes und umgeben von Ungeheuern. Es war die Art von Märchen, mit der Dorfbewohner ihre Kinder an langen Winterabenden unterhalten hatten, als die Welt noch gut und richtig gewesen war.“ (S.35)

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Bildquelle: HarperCollins.de

  • Autorin: Sophie Jordan
  • Genre: Fantasy
  • Reihe: Königreich der Schatten#1
  • Originaltitel: Reign of Shadows
  • deutsche Ausgabe: 2017 bei HarperCollinsYA!
  • Seiten: 384

Schwarze Finsternis, die seit siebzehn Jahren über dem Reich Relhok liegt, und die dicken Mauern ihres Turms – etwas anderes kennt Luna nicht. Die Welt muss sie für tot halten, nachdem ein Verräter bereits ihre Eltern ermordete, um sich der Krone zu bemächtigen. Als sie jedoch fliehen muss, weil ihr Leben in Gefahr ist, hilft ihr der Waldläufer Fowler, der ihre dunkle Welt mit Licht erfüllt … Doch nicht einmal ihm darf sie sagen, dass sie die wahre Königin Relhoks ist. Denn der neue König sucht weiter nach ihr, um sicherzustellen, dass sie niemals ihren Thron besteigt.

Quelle: harpercollins.de


Zunächst einmal: Wow, endlich mal wieder ein schönes Cover! Nicht zu überladen, KEINE GESICHTER, ein interessantes Krone-Blüten-Motiv und der Titel des Buches ist größer als der Name der Autorin! Außerdem gibt es keine SCHREIENDEN FARBEN und wenn du jemanden beobachtest, der das Buch in der Hand hält und aufs Cover guckt, kannst du dir ziemlich sicher sein, dass derjenige es a) bewundert, oder b) überlegt, einen Blick hineinzuwerfen, aber NICHT den „Hä, was soll das denn darstellen?“-Blick abfeuert.

Ja, ich weiß, man soll nicht nach dem Äußeren urteilen, deshalb geht es jetzt an die Innereien ans Eingemachte.

Die Grenzen der Logik wurden gesprengt: Das Setting

Es folgen einige Worte zur Erläuterung der Welt, in der wir uns befinden.

Seit siebzehn Jahren herrscht Sonnenfinsternis in dieser Welt, das heißt konkret, dass es 23 Stunden am Tag finster ist und eine Stunde ein wenig heller („Mitterlicht“). Dadurch sind einige Tierarten in dieser kurzen Zeit enorm gewachsen, die Fledermäuse zum Beispiel sind jetzt 1,20 m groß und fressen Kaninchen. Außerdem wird man wahnsinnig, wenn man die isst (Die Fledermäuse, nicht die Kaninchen). Aber es gibt auch neue Erdbewohner: Die netten Zeitgenossen namens Finsterirdische bevölkern das Land, sie würden gerne andere leckere Menschen fressen, was sie aber leider nur bei Nacht können, denn Sonne bekommt ihnen nicht gut.

Problem Nr. 1

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Dark Elements #2 – Eiskalte Sehnsucht

„Die Liebe ist ein seltsames Wesen, von dem man glaubt, man hätte es im Griff und man würde es verstehen, aber dann muss man feststellen, dass es nur ein winziger Hauch von dem gewesen war, was wahre Liebe sein könnte.“ (S.81*)

Dark Elements_Eiskalte Sehnsucht.jpg

Dark Elements – Eiskalte Sehnsucht
Bildquelle: lovelybooks


Layla ist verzweifelt und einsam! Sie vermisst Roth, den teuflisch attraktiven Dämonen-Prinzen. Und ihr bester Freund Zayne, der sie vielleicht über den Verlust hinwegtrösten könnte, bleibt dank ihrer seelenverschlingenden Küsse für sie tabu. Dass ihre sonst so fürsorgliche Gargoyle-Ersatzfamilie auf einmal Geheimnisse vor ihr hat, macht alles schlimmer. Schließlich entdeckt sie auch noch neue Kräfte an sich. Dann taucht völlig unerwartet Roth wieder auf. Aber bevor Layla die Zweisamkeit mit ihm genießen kann, bricht die Hölle los …

Quelle: HarperColllins


Warnung, Warnung! An alle, die dieses Zeichen: #2 nicht gesehen haben oder nicht zuordnen können: Dies ist der zweite Teil einer wirklich guten Reihe, die ihr euch in eurem eigenen Interesse, nicht durch einen Spoiler vermiesen lassen wollt! Lest euch bitte erst meine Rezension zum ersten Teil durch, dann das Buch und dann kommt ihr zurück und lest diesen Beitrag fertig.
Alle anderen mögen bitte weiterscrollen!

Die Wächter des Schwarz-Weiß-Denkens

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Hirn eines Wächters

 

In dieser Rezension möchte ich mich kurz den Wächtern widmen, die ich im ersten Teil außen vor gelassen habe.
Die Wächter sind den Alphas untergeordnet und in ihrer Denkweise mindestens so alt wie diese: Bei ihnen gibt es festgelegte Erwartungen an die Nachkommen, soll heißen, ab einem bestimmten Alter müssen sich ein Wächter und eine Wächterin „paaren“, kleine Gargoyles kriegen und sind glücklich und gleichberechtigt bis an ihr Lebensende.
Naja, nicht ganz: Während – ganz altmodisch, oder sollte ich sagen, traditionell?- die männlichen Wächter Nacht für Nacht auf Dämonenjagd gehen, werden die Wächterinnen zwar ausgebildet, dienen aber nur der Nachkommensproduktion, werden beschützt als könnten sie sich nicht selbst verteidigen und scheinen in ihrem ganzen Leben nicht viel mehr als die Clanhäuser von innen zu sehen. Und sie lassen es sich auch noch gefallen, traurig aber wahr. Weiterlesen