Krimi oder Katzengeschichte? – Die Katzen von Montmartre

„Mein Name ist Bonnard. Ich wohne auf dem Friedhof von Montmartre. Es ist kein schlechter Ort, still, grün, mit frischer Erde für die gewissen Bedürfnisse, was in der Stadt keine Selbstverständlichkeit ist. So viel ist sicher. Im Moment liege ich auf einer Bank in der Herbstsonne, die den großen Steinkörper der Stadt wärmt bis hinauf zur weißen Kuppel von Sacré-Coeur, die in den Himmel ragt wie ein Fest. Sie wärmt auch die grünen Gießkannen, die verschämt hinter den Grabsteinen abgestellt wurden, die nagelneu gesetzten Erika auf den Gräbern – Und auch Sie. Nehmen Sie Platz. Hier enden die Geschichten nicht nur, es fangen auch welche an.“ (S.253*)

Die Katzen von Montmartre von Tessa Korber

  • Autorin: Tessa Korber
  • Genre: Kriminalroman
  • Jahr: 2016 bei btb
  • Seiten: 253

Sie liegen auf den Steinen des Friedhofs, streunen durch die Straßen von Paris und sonnen sich auf den Treppenstufen, die zu Sacré-Coeur hinaufführen. Die Katzen von Montmartre sind überall und erschnuppern oder erfühlen mit ihren Schnurrhaaren so einiges, was den menschlichen Bewohnern der Stadt nur zu leicht entgeht. Als die Leiche eines jungen Mädchens auf dem Friedhof von Montmartre gefunden wird und zudem noch die Katze Grisette, der Schwarm aller Kater, von einem auf den anderen Tag verschwunden ist, beginnen die Katzen auf eigene Pfote zu ermitteln. Hat der Mord etwas mit dem plötzlichen Verschwinden von Grisette zu tun? Und wie tief müssen die Katzen in die Geschichte des Montmartre hinabsteigen, um dieses Geheimnis zu lüften?

Quelle: btb-Verlag


Ich finde es bewundernswert, wie genau fünf Wörter ein Buch gleichzeitig sehr genau schildern und die Leser in die Irre führen können. In diesem Fall sind die Worte, die ganz genau sagen, worum es hier geht: Die Katzen von Montmartre und das übrig gebliebene eine Wort scheint auf den ersten Blick (auf das Cover) verwirrend, auf den zweiten Blick (auf den Klapptext) passend und auf den dritten und letzten Blick (ins Buch) an den Haaren herbeigezogen zu sein. Dieses Wort lautet Kriminalroman, der sich für mich die Handlung in erster Linie um ein oder mehrere zusammenhängende Verbrechen und deren Aufklärung dreht. Nun, das ist hier nicht der Fall, aber dazu später mehr.

Einige wenige Worte zum Cover sollen hier auch nicht fehlen: Es fängt das Flair des Romans gut ein, passt zum Titel und vor allem weiß man auch, was es darstellen soll. So, das war´s. Kommen wir zum interessanten Teil:

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Tigermädchen – Die Nacht ist ihr Element

„Sie hatte viele Namen. Das Mädchen in Schwarz, die dunkle Retterin oder das Tier der Nacht.“ (S.6*)

tigermädchen - die nacht ist ihr element

  • Autorin: Delia Muñoz
  • Genre: Fantasy
  • Jahr: 2016 beim Eisermann Verlag
  • Seiten: 413

Sie kontrolliert die Schatten.
Sie sieht im Dunkeln.
Dass Melanie ein Tigermädchen ist, weiß sie noch nicht, als sie ins Camp Cataara eintritt. Zeit, sich einzuleben, wird ihr verweigert. Denn obwohl sie selbst ihre Gaben noch nicht vollständig beherrscht, trachten gegnerische Gruppierungen bereits nach ihr und ihrer Macht. Schon bald wird ihre Freundin Laura entführt und die Gegner fordern einen Tauschhandel – Laura gegen das Tigermädchen. Melanie und ihre Freunde wollen den Handel der Entführer jedoch nicht eingehen und suchen eine andere Möglichkeit, Laura zu retten. Nur auf einen vagen Verdacht hin verfolgen sie die Spur der Gegner, obwohl diese sich immer wieder zu verlieren scheint. Doch nicht nur ihre Informationsquellen wirken wenig vertrauensvoll, auch die neun Jugendlichen selbst haben Geheimnisse voreinander …
Wird Melanie es schaffen, Laura zu finden, ohne sich selbst auszuliefern?

Quelle: Eisermann-Verlag


Vorneweg möchte ich sagen, dass Tigermädchen bei oberflächlicher Betrachtung – Cover und Klapptext – zunächst einen guten Eindruck macht, vielversprechend wirkt. Allein die Tatsache, dass Melanie ein Tigermädchen, eine uns unbekannte Spezies, ist, und damit Draculas voreiligen Gruß aus der Versenkung heraus abwehrt, macht doch neugierig. (Dabei hatte sich Draci schon sooo gefreut, als er die bunten Augen und den tragischen Gesichtsausdruck auf dem Cover gesehen hat…)
Nun ja, mein erster Eindruck ist wohl auch nicht so wichtig und interessiert dich vermutlich so gar nicht, schließlich liest du diese Rezension um zu erfahren, wie es mir denn beim und nicht vorm Lesen ergangen ist. In diesem Sinne: Vorhang auf für die positiven Aspekte!

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Léon & Claire – Er trat aus den Schatten

„Ja, vielleicht sollte er sich fürchten. Was würde von seiner Welt übrig bleiben, wenn Licht und Schatten aufeinander trafen, erbittert bereit, das letzte Gefecht gegeneinander auszutragen.“ (S.362*)

Leon Claire von Ulrike Schweikert

Bildquelle: randomhouse.de

  • Autorin: Ulrike Schweikert
  • Genre: Fantasy
  • Reihe: Léon & Claire #1
  • Jahr: 2016 bei cbt
  • Seiten: 475

Paris hat eine dunkle Seite …

Sie nennen sich selbst die Kämpfer der Schatten und haben der Stadt den Rücken gekehrt. Vom hellen Licht sind sie in das Reich der Dunkelheit hinabgestiegen, in die Katakomben tief unter Paris. Unter ihnen lebt Léon, der magische Fähigkeiten besitzt. Er allein weiß um die Macht des Meisters der Finsternis, dessen Ziel es ist, Paris zu vernichten. Als Léon eines Tages der schönen Claire das Leben rettet, ist es um sie beide geschehen. Léon nimmt Claire mit in seine düstere Welt; Licht und Schatten verbinden sich. Doch das Glück der beiden ist nicht nur dem attraktiven Adrien ein Dorn im Auge, der schon lange in Claire verliebt ist, sondern vor allem dem Meister der Finsternis selbst, der seine ganz eigenen Pläne mit Léon hat. Schon bald werden die beiden Liebenden zum Spielball dunkler Mächte.

Quelle: randomhouse.de


erwartung-realitatIch gehe mit gemischten Gefühlen an diese Rezension heran. Einerseits gefällt mir die Idee wirklich gut, der Klapptext und das Cover machen neugierig auf mehr und entsprechend hoch waren auch meine Erwartungen. Andererseits war es in so vieler Hinsicht eine solche Enttäuschung, dass es den Erwartungen nicht nahe kommen, sondern ihnen nur aus großer Ferne zuwinken konnte.

Großmutter, warum hast du denn so große Zähne?

Claire muss von New York nach Paris ziehen, praktischerweise beherrscht sie die Sprache perfekt, weil sie bilingual erzogen wurde, ihr Vater verdient sehr gut (immerhin wohnen sie in einem 2-stöckigen Penthouse mit Blick auf den Eiffelturm. Mit drei Personen!), die Mutter arbeitet im Louvre, kurzum: Sie hat keine nennenswerten Probleme. Klar, sie vermisst ihre amerikanischen Freunde, aber sie gewöhnt sich an der neuen Schule relativ schnell ein.

Ach ja, die Schule: Ein begehbares Klischee: Natürlich gibt es den reichen, verwöhnten Sunny Boy namens Adrien, dem alle mehr oder minder offensichtlich nachsabbern, wenn er das Parkett betritt, die Schulzicke und „Königin“, die mit ihren Unterwürfigen Hof hält und sich gerne besagten Sunny Boy krallen würde, und die natürlich sofort die künstlichen Fingernägel ausfährt, als Adrien Interesse an Claire zeigt. Dazu kommen die Außenseiterin, die als einzige gut in Mathe ist und deshalb (wie sollte es anders sein?) von allen gehasst/beneidet wird, das Mädchen, das sich von selbst von der großen Menge absetzt und sich selbstredend schnell zu Claires bester Freundin entwickelt. Einen Sportler gibt es hier wohl einfach nur deshalb nicht, weil Claire selbst gerne mal FlicFlacs und Saltos schlägt.

Ihr seht, die Schule könnte kaum klischeehafter sein, allerdings sollte ich positiv vermelden, dass immerhin das französische Schulsystem kurz erklärt wird und deshalb sollte da zumindest niemand größere Schwierigkeiten haben.

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Taking Chances – Im Herzen bei dir

„Wenn ich vernünftig oder selbstlos gewesen wäre, hätte ich ihn gebeten, sofort zu gehen und nie mehr zurückzukommen. Aber ich war das Gegenteil von beidem“ (S.236*)

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Bildquelle: der OnleiheVerbundHessen

  • Autorin: Molly McAdams
  • Genre: Love-Story
  • Originaltitel: Taking Chances
  • deutsche Ausgabe: 2016 bei MIRA Taschenbuch
  • Seiten: 373

Harper wächst unter dem strengen Regiment ihres Marine-Dads auf. Sie zählt die Tage, bis sie aufs College gehen kann, um endlich die Dinge zu erleben, von denen sie bislang nur gehört hat: flirten, daten, küssen. Gleich auf der ersten Party trifft sie Chase, der all das ist, was ihr Vater hasst: sexy, wild, verwegen. Nur mühsam widersteht Harper seinem Bad-Boy-Charme. Obwohl sie sich kurz darauf in seinen attraktiven Mitbewohner Brandon verliebt, scheint ihr Körper jedes Mal vor Verlangen zu vibrieren, sobald Chase in der Nähe ist. Sie ist überglücklich mit Brandon, aber auch ihre Gefühle für Chase werden immer stärker. Ein unvergessliches Wochenende lang gibt sie der Versuchung nach – und plötzlich ist nichts mehr, wie es war …

Quelle: HarperCollinsGermany


Taking Chances – Im Herzen bei dir. Dieses Buch stellt mich wirklich vor ein großes Rätsel.
Auf der einen Seite gibt es viele Menschen (itc. Blogger), die viel Begeisterung dafür aufbringen können.
Und auf der anderen Seite gibt es mich, die das Teil am liebsten in hohem Bogen aus dem Fenster befördert hätte, wenn es nur meinen eBook-Reader nicht mitgenommen hätte.

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Der Leser, der noch nicht in den Genuss dieses Bündels bedruckten Papiers gekommen ist, wird sich jetzt bestimmt fragen, was denn eine solch heftige Reaktion ausgelöst haben könnte. Eine naheliegende Möglichkeit wäre der übermäßige Gebrauch von Szenen, die man am liebsten in einem 50 Shadey of Grey-Film einsperren würde, aber das ist es nicht! Nein, im Gegenteil, das Buch versucht romantisch zu sein, wirklich, es gibt sich alle Mühe, aber das Problem ist – das Problem ist, dass — Mensch, wenn ich das Problem in einem einzigen Nebensatz zusammenfassen könnte, würden wir jetzt nicht hier stehen! Ich weiß überhaupt nicht, welches von den tausend mir den Rest gegeben hat, aber eins muss es gewesen sein, oder vielleicht auch alle zusammen.

Zum Glück muss ich mich nicht auf einen Nebensatz beschränken, also bekommst du hier die geballte Ladung an Problemen und Ursachen für viele imaginäre Beulen vom ständigen Kopf-gegen-eine-imaginäre-Wand-Schlagen.

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Witch Hunter #2 – Herz aus Dunkelheit

„Krieg beruht auf Täuschung. Um zu gewinnen, muss man sich dem Feind auf eine Weise präsentieren, dass dieser glaubt, was man ihn glauben lassen will.“ (S.90*)

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Bildquelle: der OnleiheVerbundHessen


Zwischen Liebe und Verrat.

Was bleibt der gefürchteten Hexenjägerin Elizabeth Grey, nachdem sie ihr Stigma und damit ihre magische Unverwundbarkeit verloren hat? Ihr Kampfgeist. Und ihre Liebe. Doch nicht alle trauen der ehemaligen Gegnerin. Und was hat John, der Heiler, gewonnen, nachdem die Kraft des Stigmas auf ihn übergegangen ist? Sein Leben. Und eben jene Unverwundbarkeit. Aber diese Kraft verändert ihn. Und schon bald erkennt Elizabeth ihn kaum wieder. Denn seine neue Macht treibt ihn in den tobenden Krieg. Wird Elizabeth John vor dem Sog des Stigmas schützen können? Ohne ihre einstige Stärke, aber mit dem Mut der Verzweiflung?

Quelle: dtv-Verlag

Witch Hunter – Herz aus Dunkelheit ist ein gelungener zweiter Teil der Witch Hunter-Reihe, aber – der ewige Fluch – er konnte mich nicht so sehr überzeugen wie Teil eins.
Zu dieser Reihe möchte ich gesagt haben, dass ich die Cover, die sich ja doch sehr ähneln, wirklich gut finde. Die Schrift mit dem Schlüssel/Schwert und der weiße Hintergrund sind einfach angenehm anzusehen. Bevor ihr jetzt das Kriegsbeil ausgrabt, ja, ich sehe das Mädchen mit dem tragischen Blick und nein, ich finde es gar nicht schlimm, denn hier passt es einfach.

Kommen wir zum Inhalt dieser schönen Verpackung:

Eins der Dinge, die sich im Vergleich zu Teil eins am meisten verändert haben, sind die Protagonisten Elizabeth und John. Keine Angst, das hier wird keine ausführliche Charakterisierung á la Deutsch-Unterricht 6. Klasse, sondern ein wesentlich kürzerer Vergleich zwischen Teil eins und zwei.

Zweimal komplette Kehrtwende bitte!

Let´s start with … Elizabeth!

„Ich bin nicht mehr der Mensch, der ich war, als wir uns kennenlernten, nicht mehr der Mensch, der ich noch vor drei Monaten war. Damals war ich eine Hexenjägerin, unbesiegbar, Trägerin des Stigmas und Mittelpunkt einer Prophezeiung – die meistgesuchte Person in ganz Anglia. Wer ich jetzt bin, weiß ich nicht.“ (S.18*)

In Teil eins war Elizabeth eine knallharte Hexenjägerin vom Typ Bad Ass, die komplett unter Blackwells Fittiche stand und bedingungslos alles gemacht hat, was er von ihr wollte. Die Einstellung gegenüber ihrem großen Meister hat sich im Laufe der Geschichte verändert, aber eine toughe Kriegerin ist sie geblieben.

Nun erinnert ihr euch sicher daran, dass Elizabeth gegen Ende von Teil eins plötzlich total selbstlos wurde und John das Geheimnis ihres Erfolgs – das Stigma – geschenkt hat. Letztendlich erholt sie sich von ihrem letzten Kampf gegen das Böse, aber – hoppla! – mit dem Stigma ist mehr als nur Unverletzbarkeit flöten gegangen. Es kommt wie es kommen muss: Elizabeth gerät in eine brenzlige Situation, und kann sich plötzlich kaum noch selbst verteidigen. Früher hätte sie den Angreifer auf dem Kopf stehend mit dem kleinen Zeh erledigt, aber jetzt reichen beide Hände und eine aufrechte Position nicht mehr aus.

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Das Spiel von Liebe und Tod

„Irgendwann wird jeder, den du liebst, tot sein. Alles, was du liebst, zu Staub werden. Dies ist der Preis des Lebens. Dies ist der Preis der Liebe. Das einzig mögliche Ende jeder wahren Geschichte.“ (S.6*)

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Das Spiel von Liebe und Tod
Bildquelle: OnleiheVerbundHessen

  • Autorin: Martha Brockenbrough
  • Genre: Love-Story, Fantasy
  • Originaltitel: The Game of Love and Death
  • deutsche Ausgabe: 2016 bei Loewe
  • Seiten: 400

Romeo und Julia, Kleopatra und Mark Anton, Napoleon und Josephine, sie alle waren schon Figuren in dem jahrtausendealten Spiel von Liebe und Tod. Die Regeln sind einfach. Verlieben sich die Paare vor dem ausgewürfelten Termin, hat die Liebe gewonnen, trennen sie sich, triumphiert der Tod und einer der Liebenden muss sterben.

Immer wieder steht Henry vor der Tür des Jazzclubs, in dem Flora allabendlich singt. Er ist hingerissen von der schönen jungen Frau, ihrer Stimme und ihrer Musik. Flora dagegen versucht lange, sich gegen ihre Gefühle zu wehren. Ihre Haut ist schwarz und eine Beziehung mit einem weißen jungen Mann ist im Seattle des Jahres 1937 völlig ausgeschlossen.

Was Flora und Henry nicht wissen: Sie sind nur Figuren in einem uralten Spiel, in dem die Liebe selbst und ihr alter Widersacher Tod menschliche Gestalt angenommen haben. Und beide nutzen all ihre manipulativen Fähigkeiten, um zu gewinnen.

Quelle: Loewe-Verlag


Zunächst einmal sollte gesagt sein, dass die Idee, die hinter diesem Roman steckt eine sehr originelle, aber für einen Autor auch gewagte ist. Immerhin ist dies nicht eine „einfache“ Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die eben zu dieser kritischen Zeit spielt, die allein schon viele ernsthafte Schwierigkeiten bereitstellt, nein, zusätzlich, oder vielmehr parallel dazu hat die Autorin zwei schwierig definierbare Charaktere, die auch ihre ganz eigenen Probleme miteinander haben UND einige nicht ganz unwichtigen Nebencharaktere, die wiederum ihre nicht ganz unwichtigen Geheimnisse haben, die die ganze Handlung noch mal umstürzen könnten.

Für diejenigen, die im Verlauf dieses Bandwurmsatzes den Faden verloren haben: Es ist kompliziert. Und trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, konnte mich dieser Roman wirklich, und ich meine WIRKLICH überzeugen.

Im folgenden beschäftigen wir uns der Reihe nach mit allen möglichen Steinen, die sich der Autorin beim Schreiben dieses Romans in den Weg gelegt haben könnten:

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Dark Elements #2 – Eiskalte Sehnsucht

„Die Liebe ist ein seltsames Wesen, von dem man glaubt, man hätte es im Griff und man würde es verstehen, aber dann muss man feststellen, dass es nur ein winziger Hauch von dem gewesen war, was wahre Liebe sein könnte.“ (S.81*)

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Dark Elements – Eiskalte Sehnsucht
Bildquelle: lovelybooks


Layla ist verzweifelt und einsam! Sie vermisst Roth, den teuflisch attraktiven Dämonen-Prinzen. Und ihr bester Freund Zayne, der sie vielleicht über den Verlust hinwegtrösten könnte, bleibt dank ihrer seelenverschlingenden Küsse für sie tabu. Dass ihre sonst so fürsorgliche Gargoyle-Ersatzfamilie auf einmal Geheimnisse vor ihr hat, macht alles schlimmer. Schließlich entdeckt sie auch noch neue Kräfte an sich. Dann taucht völlig unerwartet Roth wieder auf. Aber bevor Layla die Zweisamkeit mit ihm genießen kann, bricht die Hölle los …

Quelle: HarperColllins


Warnung, Warnung! An alle, die dieses Zeichen: #2 nicht gesehen haben oder nicht zuordnen können: Dies ist der zweite Teil einer wirklich guten Reihe, die ihr euch in eurem eigenen Interesse, nicht durch einen Spoiler vermiesen lassen wollt! Lest euch bitte erst meine Rezension zum ersten Teil durch, dann das Buch und dann kommt ihr zurück und lest diesen Beitrag fertig.
Alle anderen mögen bitte weiterscrollen!

Die Wächter des Schwarz-Weiß-Denkens

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Hirn eines Wächters

 

In dieser Rezension möchte ich mich kurz den Wächtern widmen, die ich im ersten Teil außen vor gelassen habe.
Die Wächter sind den Alphas untergeordnet und in ihrer Denkweise mindestens so alt wie diese: Bei ihnen gibt es festgelegte Erwartungen an die Nachkommen, soll heißen, ab einem bestimmten Alter müssen sich ein Wächter und eine Wächterin „paaren“, kleine Gargoyles kriegen und sind glücklich und gleichberechtigt bis an ihr Lebensende.
Naja, nicht ganz: Während – ganz altmodisch, oder sollte ich sagen, traditionell?- die männlichen Wächter Nacht für Nacht auf Dämonenjagd gehen, werden die Wächterinnen zwar ausgebildet, dienen aber nur der Nachkommensproduktion, werden beschützt als könnten sie sich nicht selbst verteidigen und scheinen in ihrem ganzen Leben nicht viel mehr als die Clanhäuser von innen zu sehen. Und sie lassen es sich auch noch gefallen, traurig aber wahr. Weiterlesen

Cupida – Mitten ins Herz

„Plötzlch war alles, jeder Gegenstand und jedes Detail, viel bunter, klarer und strahlender. Als Ob Sara bisher immer nur durch graue, verdreckte Brillengläser gesehen und sie jetzt endlich abgelegt hätte.“ (S.29*)

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Cupida – Mitten ins Herz
Bildquelle: OnleiheVerbundHessen

  • Autorin: Patricia Eckermann
  • Genre: Fantasy
  • Jahr: 2016 bei ueberreuter

Beim Schulausflug ins Museum stößt Sara mit einem mysteriösen Fremden zusammen. Der blondgelockte, braungebrannte Surfertyp stellt sich als »Cupido« vor und behauptet, der römische Liebesgott zu sein. Und da er gerade zu viele Liebende zu verkuppeln hat, will er Sara kurzerhand zu seiner Assistentin auf Lebenszeit machen. Sara, die glaubt, dass sich jemand aus ihrer Klasse einen Scherz mit ihr erlaubt, sagt ja. Doch kaum hat sie zugestimmt, ändert sich alles: Plötzlich kann sie merkwürdige Lichter sehen, die jeden Menschen umwabern. Und bevor sie weiß, wie ihr geschieht, drückt ihr der Liebesgott auch noch ein Tablet mit Rezepten für Liebestränke in die Hand. Nur eine Regel gibt es zu beachten: Sara darf den Liebeszauber niemals für sich selbst einsetzen! Aber ein paar Tropfen von dem Liebestrank für den süßen Tom können doch nicht schaden, oder?

Quelle: Ueberreuter


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Autsch! Ich. Wurde. Getroffen. Aber nicht von Amors Pfeil, nein, es war der Pfeil der Enttäuschung, der von einem Dartpfeil in Elfengröße mit jeder Seite dieses Buches mehr auf die Größe eines tollwütigen Elefanten anschwoll.

Diese Kombination aus Buchstaben, die sich so dreist Buch schimpft, hat mit großem Abstand den Preis für das schrecklichste Buch des Jahres gewonnen! Glückwunsch und donnernder Applaus für diese Verschwendung von Speicherplatz!

Für alle, die sich nach dieser Ankündigung noch meine eigentliche Rezension antun wollen, vielleicht aus Mitleid, vielleicht aus Schadenfreude oder vielleicht auch als letzte Warnung, kommen hier auch tatsächlich noch Gründe für dieses Urteil:

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Dem Ozean so nah

„Weiße Wellen locken mit Worten
erzählen Geschichten von fremden Orten.

er berührt den Horizont weit in der Ferne,
in der Nacht, ein Spiegel der Sterne.
Unendlich weit liegt er da,

ich fühle mich dem Ozean so nah.“ (S.142*)

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Dem Ozean so nah
Bildquelle: Rowohlt


Eine Geschichte über die alles überwindende Kraft der Freundschaft.
Sie teilen das gleiche Schicksal und sind doch ganz verschieden: Danny ist erfolgreich und unabhängig, auch wenn er hart dafür kämpfen musste – nach einer Kindheit, die für ihn keine war. Tina hingegen hat die letzten Jahre auf der Straße verbracht. Als die beiden, denen das Leben nichts geschenkt hat, einander begegnen, spüren sie eine nie erlebte Nähe. Verzweifelt bemüht Danny sich, Tina zu zeigen, dass das Leben auch schöne Seiten hat. Hilft den beiden ihre Freundschaft, die Schatten der Vergangenheit endgültig abzuwerfen?

Quelle: Rowohlt


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Jetzt wo wir Dannys Geschichte mit Jessica und seine Kindheit kennen, fehlt nur noch ein Puzzleteil, damit wir uns sein komplettes Leben vorstellen können: Die Lücke zwischen dem Aufenthalt im Kinderheim und seiner ersten Begegnung mit Jessica wird mit Dem Ozean so nah gefüllt. Es ist die Geschichte zweier missbrauchter Kinder, die ganz unterschiedlich mit ihrer Situation umgehen: Danny und Christina.

Die beiden begegnen sich zum ersten Mal, als Danny auf der Flucht vor seinem Therapisten in Tina hineinläuft und sie sich kurzerhand bei ihm zum Essen einlädt. Weiterlesen

Keep me safe

„Manchmal können wir andere Menschen retten, manchmal nur uns selbst. Aber gelegentlich retten wir dadurch, dass wir andere retten, unverhofft auch uns selbst.“ (S.273*)

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Keep me safe
Bildquelle: OnleiheVerbundHessen

  • Autorin: Sarah Alderson
  • Genre: Abenteuer
  • Originaltitel: Conspiracy Girl
  • deutsche Ausgabe: 2016 bei Ravensburger

Jeder hat vom „Cooper-Massaker“ gehört. Einzige Überlebende: ein 15-jähriges Mädchen. Auch drei Jahre später lebt Nic Preston in ständiger Angst, dass die Mörder ihrer Familie zurückkommen. Als ihr schlimmster Albtraum wahr wird, beginnt für Nic eine halsbrecherische Flucht an der Seite des genialen Hackers und notorischen Bad Boys Finn Carter. Vom ersten Moment an knistert es gewaltig zwischen Nic und Finn, aber beide haben gute Gründe, ihre Gefühle zu verbergen …

Quelle: Ravensburger


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Von Keep me safe habe ich viel erwartet, vor allem, weil ich gehofft habe, dass dieses Buch ein bisschen frische Luft in die Welt der Jugendromane bringt, aber diese Hoffnung wurde mit Händen und Füßen getreten. Dieser Roman ist keine frische Luft, sondern viel mehr der Typ Raumerfrischer, riecht anfangs gut, aber irgendwann merkt man, dass der Geruch eher an Plastik als an Zitronengras erinnert und nichts weiter als eine schön verpackte Attrappe echter Frische ist. Weiterlesen