Tausend gute Gründe „Throne of Glass“ zu lesen

Vermutlich habt ihr alle schon von der Reihe Throne of Glass gehört und manche von euch haben wohl schon einen vorsichtigen Blick hineingeworfen und konnten sich nicht mehr losreißen. Willkommen im Club!
Aber andere, vermutlich diejenigen, die Büchern, die ganz oben auf der Hypewelle treiben, grundsätzlich aus dem Weg gehen, haben auch dieser Reihe keinen zweiten Blick geschenkt. HALT! NICHT WEITERSCROLLEN! ICH REDE MIT EUCH!!!

Jetzt, da ich eure Aufmerksamkeit habe, fangen wir doch einfach ganz von vorne an und fragen uns, worum es denn eigentlich geht. Im folgenden Absatz kommt ihr in den Genuss des Klapptexts des ersten Teils Throne of Glass – Die Erwählte, aber lasst euch eins gesagt sein: Es geht noch um soooo unglaublich viel mehr als es auf den ersten und auch auf den zweiten Blick scheint.

Celaena Sardothien ist jung, schön und zum Tode verurteilt. Doch dann taucht Chaol Westfall, Captain der Leibgarde, auf und bietet ihr eine einzige Chance zum Überleben. Kronprinz Dorian hat sie dazu ausersehen, einen tödlichen Wettkampf zu bestreiten: Wenn es ihr gelingt, für ihn 23 kampferprobte Männer zu besiegen, wird sie ihre Freiheit wiedererlangen. Beim gemeinsamen Training mit Captain Westfall findet sie immer mehr Gefallen an dem jungen, geheimnisvollen Mann. Und auch der Kronprinz lässt sie nicht kalt. Zeit, über ihre Gefühle nachzudenken, bleibt ihr allerdings nicht. Denn etwas abgrundtief Böses lauert im Dunkeln des Schlosses – und es ist da, um zu töten.

Quelle: dtv-Verlag

Dann kann es ja fast schon losgehen, oder? Aber bevor ich euch eine Million Gründe liefere, euch diesem Bann nicht zu entziehen, muss ich euch darauf hinweisen, dass diese Gründe ein winziges Stückchen über das hinausgehen, was ihr aus dem Klapptext kennt. Aber keine Angst, das sind absolute Mini-Spoiler, die auch mehr Andeutungen als konkrete Spaßverderber sind und den einfachen Zweck haben, euch neugierig zu machen. Ich würde euch zum Beispiel niemals sagen, dass der König von Adarlan eigentlich gar kein *aus leserfreundlichen Gründen gestrichen* oder dass Celaena in Wahrheit *Blank Space*. Seht ihr? Kein Grund zur Panik. Großes Blogger-Ehrenwort!

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Tigermädchen – Die Nacht ist ihr Element

„Sie hatte viele Namen. Das Mädchen in Schwarz, die dunkle Retterin oder das Tier der Nacht.“ (S.6*)

tigermädchen - die nacht ist ihr element

  • Autorin: Delia Muñoz
  • Genre: Fantasy
  • Jahr: 2016 beim Eisermann Verlag
  • Seiten: 413

Sie kontrolliert die Schatten.
Sie sieht im Dunkeln.
Dass Melanie ein Tigermädchen ist, weiß sie noch nicht, als sie ins Camp Cataara eintritt. Zeit, sich einzuleben, wird ihr verweigert. Denn obwohl sie selbst ihre Gaben noch nicht vollständig beherrscht, trachten gegnerische Gruppierungen bereits nach ihr und ihrer Macht. Schon bald wird ihre Freundin Laura entführt und die Gegner fordern einen Tauschhandel – Laura gegen das Tigermädchen. Melanie und ihre Freunde wollen den Handel der Entführer jedoch nicht eingehen und suchen eine andere Möglichkeit, Laura zu retten. Nur auf einen vagen Verdacht hin verfolgen sie die Spur der Gegner, obwohl diese sich immer wieder zu verlieren scheint. Doch nicht nur ihre Informationsquellen wirken wenig vertrauensvoll, auch die neun Jugendlichen selbst haben Geheimnisse voreinander …
Wird Melanie es schaffen, Laura zu finden, ohne sich selbst auszuliefern?

Quelle: Eisermann-Verlag


Vorneweg möchte ich sagen, dass Tigermädchen bei oberflächlicher Betrachtung – Cover und Klapptext – zunächst einen guten Eindruck macht, vielversprechend wirkt. Allein die Tatsache, dass Melanie ein Tigermädchen, eine uns unbekannte Spezies, ist, und damit Draculas voreiligen Gruß aus der Versenkung heraus abwehrt, macht doch neugierig. (Dabei hatte sich Draci schon sooo gefreut, als er die bunten Augen und den tragischen Gesichtsausdruck auf dem Cover gesehen hat…)
Nun ja, mein erster Eindruck ist wohl auch nicht so wichtig und interessiert dich vermutlich so gar nicht, schließlich liest du diese Rezension um zu erfahren, wie es mir denn beim und nicht vorm Lesen ergangen ist. In diesem Sinne: Vorhang auf für die positiven Aspekte!

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Léon & Claire – Er trat aus den Schatten

„Ja, vielleicht sollte er sich fürchten. Was würde von seiner Welt übrig bleiben, wenn Licht und Schatten aufeinander trafen, erbittert bereit, das letzte Gefecht gegeneinander auszutragen.“ (S.362*)

Leon Claire von Ulrike Schweikert

Bildquelle: randomhouse.de

  • Autorin: Ulrike Schweikert
  • Genre: Fantasy
  • Reihe: Léon & Claire #1
  • Jahr: 2016 bei cbt
  • Seiten: 475

Paris hat eine dunkle Seite …

Sie nennen sich selbst die Kämpfer der Schatten und haben der Stadt den Rücken gekehrt. Vom hellen Licht sind sie in das Reich der Dunkelheit hinabgestiegen, in die Katakomben tief unter Paris. Unter ihnen lebt Léon, der magische Fähigkeiten besitzt. Er allein weiß um die Macht des Meisters der Finsternis, dessen Ziel es ist, Paris zu vernichten. Als Léon eines Tages der schönen Claire das Leben rettet, ist es um sie beide geschehen. Léon nimmt Claire mit in seine düstere Welt; Licht und Schatten verbinden sich. Doch das Glück der beiden ist nicht nur dem attraktiven Adrien ein Dorn im Auge, der schon lange in Claire verliebt ist, sondern vor allem dem Meister der Finsternis selbst, der seine ganz eigenen Pläne mit Léon hat. Schon bald werden die beiden Liebenden zum Spielball dunkler Mächte.

Quelle: randomhouse.de


erwartung-realitatIch gehe mit gemischten Gefühlen an diese Rezension heran. Einerseits gefällt mir die Idee wirklich gut, der Klapptext und das Cover machen neugierig auf mehr und entsprechend hoch waren auch meine Erwartungen. Andererseits war es in so vieler Hinsicht eine solche Enttäuschung, dass es den Erwartungen nicht nahe kommen, sondern ihnen nur aus großer Ferne zuwinken konnte.

Großmutter, warum hast du denn so große Zähne?

Claire muss von New York nach Paris ziehen, praktischerweise beherrscht sie die Sprache perfekt, weil sie bilingual erzogen wurde, ihr Vater verdient sehr gut (immerhin wohnen sie in einem 2-stöckigen Penthouse mit Blick auf den Eiffelturm. Mit drei Personen!), die Mutter arbeitet im Louvre, kurzum: Sie hat keine nennenswerten Probleme. Klar, sie vermisst ihre amerikanischen Freunde, aber sie gewöhnt sich an der neuen Schule relativ schnell ein.

Ach ja, die Schule: Ein begehbares Klischee: Natürlich gibt es den reichen, verwöhnten Sunny Boy namens Adrien, dem alle mehr oder minder offensichtlich nachsabbern, wenn er das Parkett betritt, die Schulzicke und „Königin“, die mit ihren Unterwürfigen Hof hält und sich gerne besagten Sunny Boy krallen würde, und die natürlich sofort die künstlichen Fingernägel ausfährt, als Adrien Interesse an Claire zeigt. Dazu kommen die Außenseiterin, die als einzige gut in Mathe ist und deshalb (wie sollte es anders sein?) von allen gehasst/beneidet wird, das Mädchen, das sich von selbst von der großen Menge absetzt und sich selbstredend schnell zu Claires bester Freundin entwickelt. Einen Sportler gibt es hier wohl einfach nur deshalb nicht, weil Claire selbst gerne mal FlicFlacs und Saltos schlägt.

Ihr seht, die Schule könnte kaum klischeehafter sein, allerdings sollte ich positiv vermelden, dass immerhin das französische Schulsystem kurz erklärt wird und deshalb sollte da zumindest niemand größere Schwierigkeiten haben.

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Witch Hunter #2 – Herz aus Dunkelheit

„Krieg beruht auf Täuschung. Um zu gewinnen, muss man sich dem Feind auf eine Weise präsentieren, dass dieser glaubt, was man ihn glauben lassen will.“ (S.90*)

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Bildquelle: der OnleiheVerbundHessen


Zwischen Liebe und Verrat.

Was bleibt der gefürchteten Hexenjägerin Elizabeth Grey, nachdem sie ihr Stigma und damit ihre magische Unverwundbarkeit verloren hat? Ihr Kampfgeist. Und ihre Liebe. Doch nicht alle trauen der ehemaligen Gegnerin. Und was hat John, der Heiler, gewonnen, nachdem die Kraft des Stigmas auf ihn übergegangen ist? Sein Leben. Und eben jene Unverwundbarkeit. Aber diese Kraft verändert ihn. Und schon bald erkennt Elizabeth ihn kaum wieder. Denn seine neue Macht treibt ihn in den tobenden Krieg. Wird Elizabeth John vor dem Sog des Stigmas schützen können? Ohne ihre einstige Stärke, aber mit dem Mut der Verzweiflung?

Quelle: dtv-Verlag

Witch Hunter – Herz aus Dunkelheit ist ein gelungener zweiter Teil der Witch Hunter-Reihe, aber – der ewige Fluch – er konnte mich nicht so sehr überzeugen wie Teil eins.
Zu dieser Reihe möchte ich gesagt haben, dass ich die Cover, die sich ja doch sehr ähneln, wirklich gut finde. Die Schrift mit dem Schlüssel/Schwert und der weiße Hintergrund sind einfach angenehm anzusehen. Bevor ihr jetzt das Kriegsbeil ausgrabt, ja, ich sehe das Mädchen mit dem tragischen Blick und nein, ich finde es gar nicht schlimm, denn hier passt es einfach.

Kommen wir zum Inhalt dieser schönen Verpackung:

Eins der Dinge, die sich im Vergleich zu Teil eins am meisten verändert haben, sind die Protagonisten Elizabeth und John. Keine Angst, das hier wird keine ausführliche Charakterisierung á la Deutsch-Unterricht 6. Klasse, sondern ein wesentlich kürzerer Vergleich zwischen Teil eins und zwei.

Zweimal komplette Kehrtwende bitte!

Let´s start with … Elizabeth!

„Ich bin nicht mehr der Mensch, der ich war, als wir uns kennenlernten, nicht mehr der Mensch, der ich noch vor drei Monaten war. Damals war ich eine Hexenjägerin, unbesiegbar, Trägerin des Stigmas und Mittelpunkt einer Prophezeiung – die meistgesuchte Person in ganz Anglia. Wer ich jetzt bin, weiß ich nicht.“ (S.18*)

In Teil eins war Elizabeth eine knallharte Hexenjägerin vom Typ Bad Ass, die komplett unter Blackwells Fittiche stand und bedingungslos alles gemacht hat, was er von ihr wollte. Die Einstellung gegenüber ihrem großen Meister hat sich im Laufe der Geschichte verändert, aber eine toughe Kriegerin ist sie geblieben.

Nun erinnert ihr euch sicher daran, dass Elizabeth gegen Ende von Teil eins plötzlich total selbstlos wurde und John das Geheimnis ihres Erfolgs – das Stigma – geschenkt hat. Letztendlich erholt sie sich von ihrem letzten Kampf gegen das Böse, aber – hoppla! – mit dem Stigma ist mehr als nur Unverletzbarkeit flöten gegangen. Es kommt wie es kommen muss: Elizabeth gerät in eine brenzlige Situation, und kann sich plötzlich kaum noch selbst verteidigen. Früher hätte sie den Angreifer auf dem Kopf stehend mit dem kleinen Zeh erledigt, aber jetzt reichen beide Hände und eine aufrechte Position nicht mehr aus.

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Das Spiel von Liebe und Tod

„Irgendwann wird jeder, den du liebst, tot sein. Alles, was du liebst, zu Staub werden. Dies ist der Preis des Lebens. Dies ist der Preis der Liebe. Das einzig mögliche Ende jeder wahren Geschichte.“ (S.6*)

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Das Spiel von Liebe und Tod
Bildquelle: OnleiheVerbundHessen

  • Autorin: Martha Brockenbrough
  • Genre: Love-Story, Fantasy
  • Originaltitel: The Game of Love and Death
  • deutsche Ausgabe: 2016 bei Loewe
  • Seiten: 400

Romeo und Julia, Kleopatra und Mark Anton, Napoleon und Josephine, sie alle waren schon Figuren in dem jahrtausendealten Spiel von Liebe und Tod. Die Regeln sind einfach. Verlieben sich die Paare vor dem ausgewürfelten Termin, hat die Liebe gewonnen, trennen sie sich, triumphiert der Tod und einer der Liebenden muss sterben.

Immer wieder steht Henry vor der Tür des Jazzclubs, in dem Flora allabendlich singt. Er ist hingerissen von der schönen jungen Frau, ihrer Stimme und ihrer Musik. Flora dagegen versucht lange, sich gegen ihre Gefühle zu wehren. Ihre Haut ist schwarz und eine Beziehung mit einem weißen jungen Mann ist im Seattle des Jahres 1937 völlig ausgeschlossen.

Was Flora und Henry nicht wissen: Sie sind nur Figuren in einem uralten Spiel, in dem die Liebe selbst und ihr alter Widersacher Tod menschliche Gestalt angenommen haben. Und beide nutzen all ihre manipulativen Fähigkeiten, um zu gewinnen.

Quelle: Loewe-Verlag


Zunächst einmal sollte gesagt sein, dass die Idee, die hinter diesem Roman steckt eine sehr originelle, aber für einen Autor auch gewagte ist. Immerhin ist dies nicht eine „einfache“ Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die eben zu dieser kritischen Zeit spielt, die allein schon viele ernsthafte Schwierigkeiten bereitstellt, nein, zusätzlich, oder vielmehr parallel dazu hat die Autorin zwei schwierig definierbare Charaktere, die auch ihre ganz eigenen Probleme miteinander haben UND einige nicht ganz unwichtigen Nebencharaktere, die wiederum ihre nicht ganz unwichtigen Geheimnisse haben, die die ganze Handlung noch mal umstürzen könnten.

Für diejenigen, die im Verlauf dieses Bandwurmsatzes den Faden verloren haben: Es ist kompliziert. Und trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, konnte mich dieser Roman wirklich, und ich meine WIRKLICH überzeugen.

Im folgenden beschäftigen wir uns der Reihe nach mit allen möglichen Steinen, die sich der Autorin beim Schreiben dieses Romans in den Weg gelegt haben könnten:

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Dark Elements #2 – Eiskalte Sehnsucht

„Die Liebe ist ein seltsames Wesen, von dem man glaubt, man hätte es im Griff und man würde es verstehen, aber dann muss man feststellen, dass es nur ein winziger Hauch von dem gewesen war, was wahre Liebe sein könnte.“ (S.81*)

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Dark Elements – Eiskalte Sehnsucht
Bildquelle: lovelybooks


Layla ist verzweifelt und einsam! Sie vermisst Roth, den teuflisch attraktiven Dämonen-Prinzen. Und ihr bester Freund Zayne, der sie vielleicht über den Verlust hinwegtrösten könnte, bleibt dank ihrer seelenverschlingenden Küsse für sie tabu. Dass ihre sonst so fürsorgliche Gargoyle-Ersatzfamilie auf einmal Geheimnisse vor ihr hat, macht alles schlimmer. Schließlich entdeckt sie auch noch neue Kräfte an sich. Dann taucht völlig unerwartet Roth wieder auf. Aber bevor Layla die Zweisamkeit mit ihm genießen kann, bricht die Hölle los …

Quelle: HarperColllins


Warnung, Warnung! An alle, die dieses Zeichen: #2 nicht gesehen haben oder nicht zuordnen können: Dies ist der zweite Teil einer wirklich guten Reihe, die ihr euch in eurem eigenen Interesse, nicht durch einen Spoiler vermiesen lassen wollt! Lest euch bitte erst meine Rezension zum ersten Teil durch, dann das Buch und dann kommt ihr zurück und lest diesen Beitrag fertig.
Alle anderen mögen bitte weiterscrollen!

Die Wächter des Schwarz-Weiß-Denkens

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Hirn eines Wächters

 

In dieser Rezension möchte ich mich kurz den Wächtern widmen, die ich im ersten Teil außen vor gelassen habe.
Die Wächter sind den Alphas untergeordnet und in ihrer Denkweise mindestens so alt wie diese: Bei ihnen gibt es festgelegte Erwartungen an die Nachkommen, soll heißen, ab einem bestimmten Alter müssen sich ein Wächter und eine Wächterin „paaren“, kleine Gargoyles kriegen und sind glücklich und gleichberechtigt bis an ihr Lebensende.
Naja, nicht ganz: Während – ganz altmodisch, oder sollte ich sagen, traditionell?- die männlichen Wächter Nacht für Nacht auf Dämonenjagd gehen, werden die Wächterinnen zwar ausgebildet, dienen aber nur der Nachkommensproduktion, werden beschützt als könnten sie sich nicht selbst verteidigen und scheinen in ihrem ganzen Leben nicht viel mehr als die Clanhäuser von innen zu sehen. Und sie lassen es sich auch noch gefallen, traurig aber wahr. Weiterlesen

Chosen – Die Bestimmte

„Du wirst heute dein altes Leben nicht einfach ablegen. […] Um ein Rabe, eine neue Menschenspezies, zu werden, musst du es von dir reißen, wie eine Haut. Es wird schmerzen. Es wird wie die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies sein. Du wirst keinen Kontakt mehr zu deinen früheren Freunden und keine Geheimnisse vor SENSUS CORVI haben.“ (S.141*)

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Chosen – Die Bestimmte
Bildquelle: Planet!

  • Autorin: Rena Fischer
  • Genre: Fantasy
  • Reihe: Chosen#1
  • Jahr: 2017 bei Thienemann-Esslinger Planet!
  • Seiten: 369

Ein Eliteinternat für Hochbegabte – nicht gerade Emmas Traum! Doch Sensus Corvi ist kein normales Internat: Emma ist eine Emotionentaucherin und kann die Gefühle anderer Menschen spüren. Auch all ihre Mitschüler verfügen über besondere Gaben, was für Emma etwas gewöhnungsbedürftig ist. Der charismatische Aidan kann beispielsweise die Elemente beeinflussen – vor allem aber bringt er Emmas Gefühlswelt ziemlich durcheinander … Als plötzlich Jared, ein ehemaliger Schüler, bei Emma auftaucht und sie in das düstere Geheimnis einweiht, das hinter den Mauren des Internats lauert, gerät Emma zwischen die Fronten und weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Eine Rebellion bricht los, die mehr ist als ein erbitterter Kampf. Und für Emma geht es dabei nicht nur um die große Liebe, sondern um Leben und Tod!

Quelle: NetGalley


Chosen – Die Bestimmte ist ein wirklich lesenswertes Buch, das ich all denjenigen, die gerne Urban Fantasy lesen, ans Herz legen möchte. Ja, richtig gelesen, heute gibt es mal wieder eine positive Rezension von mir!

Ein beliebter Anfang

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Wir fangen ganz vernünftig am Anfang an und der ist auch in diesem Fall der beliebteste aller Urban-Fantasy-Roman-Anfänge: Emmas Mutter stirbt überraschenderweise und völlig zufällig bei einem Autounfall und dadurch kommen die Dinge erst ins Rollen: Emmas Vater erscheint auf der Bildfläche und zerrt sie mit nach Irland, wo dann die eigentliche Handlung erst richtig losgeht.
Gut, einen solchen Anfang haben so ziemlich alle Jugendromane dieses Genres und entsprechend vorhersehbar ist das Ganze auch, aber grundsätzlich muss man durch diesen obligatorischen Teil erst einmal durch und dann ist man bei der richtigen Handlung angelangt. Weiterlesen

Angel Hunter

*“Ich sollte eigentlich vor Glück jubeln, dass so ein Traumtyp mich gerettet hat. Aber wie hat er das angestellt? Womit hat er fünf schwer bewaffnete Männer umgehauen?“

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Angel Hunter
Bildquelle: der OnleiheVerbundHessen

  • Autorin: Anne Farrell
  • Genre: Fantasy
  • Jahr: 2016 bei Ueberreuter

Gerade frisch nach New York gezogen, trauert die 16-jährige Jenna immer noch um ihren Vater, der vor wenigen Wochen von Unbekannten ermordet wurde. Da wird sie plötzlich selbst von fünf Männern in langen schwarzen Mänteln auf dem Friedhof angegriffen. Nur knapp kann sie mit Hilfe eines gut aussehenden Unbekannten entkommen. Doch dieser scheint nicht ganz bei Verstand zu sein, erzählt er ihr doch unglaubliche Geschichten: Die Angreifer seien angeblich sogenannte »Angel Hunter«, Auftragskiller des Himmels, die im Namen der Erzengel Jagd auf Halbengel machen. Bei ihrem Vater waren sie bereits erfolgreich, nun sei Jenna ihr nächstes Ziel. Jenna glaubt dem geheimnisvollen Garret kein Wort, dennoch lässt sie sich darauf ein, gemeinsam mit ihm vor den »Angel Huntern« zu flüchten. Doch welches verhängnisvolle Geheimnis verbirgt Garrett eigentlich vor ihr?

Quelle: Ueberreuter


Einige Worte im Voraus:

Ich habe in letzter Zeit festgestellt, dass viele Leute lieber negative als positive Rezensionen lesen. Woran liegt das? Schadenfreude? Unterhaltung?
Wie auch immer, solltest du zu dieser Gruppe gehören, fahre deinen Computer runter und denke über deine Einstellung nach! Sofort!

Noch da? Tja, offenbar willst du nicht auf einen gut gemeinten Ratschlag hören oder du hast kurz nachgedacht und an deinem Verhalten nichts negatives gefunden. Nun gut, du hast es nicht anders gewollt, hier kommt meine Rezension zu diesem absolut wundervollen Buch…

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Dark Elements#1 – Steinerne Schwingen

„Die Hölle sucht nach dir, Layla, und jetzt hat sie dich gefunden.“ (S.34*)

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Dark Elements – Steinerne Schwingen
Bildquelle: OnleiheVerbundHessen

  • Autorin: Jennifer L. Armentrout
  • Genre: Fantasy
  • Reihe: Dark Elements#1
  • Originaltitel: White Hot Kiss
  • deutsche Ausgabe: 2015 bei HarperCollins YA!
  • Seiten: 448

Ich kann Dämonen aufspüren, denn ich bin eine von ihnen. Ich kann den Menschen bis in die Seele schauen. Und ich kann sie ihnen rauben – mit einem Kuss. Nichts wünscht Layla sich sehnlicher, als ein ganz normaler Teenager zu sein. Aber während ihre Freundinnen sich Gedanken um Jungs und erste Küsse machen, hat sie ganz andere Sorgen: Layla gehört zu den Wächtern, die sich nachts in Gargoyles verwandeln und Dämonen jagen. Doch in ihr fließt auch dämonisches Blut – und mit einem Kuss kann sie einem Menschen die Seele rauben. Deshalb sind Dates für sie streng tabu, erst recht mit ihrem heimlichen Schwarm Zayne, dem Sohn ihrer Wächter-Ersatzfamilie. Plötzlich wird sie auf einem ihrer Streifzüge von dem höllisch gut aussehenden Dämon Roth gerettet ? und er offenbart ihr das schockierende Geheimnis ihrer Herkunft!

Quelle: HarperCollinsGermany


Wow, ich bin begeistert! Dark Elements gehört ab jetzt zu meinen Lieblings-Fantasy-Büchern, was umso überraschender ist angesichts dieses Klapptexts, der nicht gerade dazu beiträgt, dieses Buch lesen zu wollen. Ich weiß nicht genau warum, aber die Tatsache, dass die Hauptperson zum Teil ein Stein sein soll und dazu diese Fixion auf ihr (nicht existierendes) Liebesleben fand ich nicht so einladend. Andererseits hatte ich hauptsächlich Gutes gehört und – tatsächlich, man kann euch vertrauen! – kann ich das zum Glück nur bestätigen.

 

„Ein Dämon trieb sich bei McDonald´s herum.“ (S.6*)

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Cupida – Mitten ins Herz

„Plötzlch war alles, jeder Gegenstand und jedes Detail, viel bunter, klarer und strahlender. Als Ob Sara bisher immer nur durch graue, verdreckte Brillengläser gesehen und sie jetzt endlich abgelegt hätte.“ (S.29*)

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Cupida – Mitten ins Herz
Bildquelle: OnleiheVerbundHessen

  • Autorin: Patricia Eckermann
  • Genre: Fantasy
  • Jahr: 2016 bei ueberreuter

Beim Schulausflug ins Museum stößt Sara mit einem mysteriösen Fremden zusammen. Der blondgelockte, braungebrannte Surfertyp stellt sich als »Cupido« vor und behauptet, der römische Liebesgott zu sein. Und da er gerade zu viele Liebende zu verkuppeln hat, will er Sara kurzerhand zu seiner Assistentin auf Lebenszeit machen. Sara, die glaubt, dass sich jemand aus ihrer Klasse einen Scherz mit ihr erlaubt, sagt ja. Doch kaum hat sie zugestimmt, ändert sich alles: Plötzlich kann sie merkwürdige Lichter sehen, die jeden Menschen umwabern. Und bevor sie weiß, wie ihr geschieht, drückt ihr der Liebesgott auch noch ein Tablet mit Rezepten für Liebestränke in die Hand. Nur eine Regel gibt es zu beachten: Sara darf den Liebeszauber niemals für sich selbst einsetzen! Aber ein paar Tropfen von dem Liebestrank für den süßen Tom können doch nicht schaden, oder?

Quelle: Ueberreuter


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Autsch! Ich. Wurde. Getroffen. Aber nicht von Amors Pfeil, nein, es war der Pfeil der Enttäuschung, der von einem Dartpfeil in Elfengröße mit jeder Seite dieses Buches mehr auf die Größe eines tollwütigen Elefanten anschwoll.

Diese Kombination aus Buchstaben, die sich so dreist Buch schimpft, hat mit großem Abstand den Preis für das schrecklichste Buch des Jahres gewonnen! Glückwunsch und donnernder Applaus für diese Verschwendung von Speicherplatz!

Für alle, die sich nach dieser Ankündigung noch meine eigentliche Rezension antun wollen, vielleicht aus Mitleid, vielleicht aus Schadenfreude oder vielleicht auch als letzte Warnung, kommen hier auch tatsächlich noch Gründe für dieses Urteil:

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