Zerstören wir Blogger uns die Lust am Lesen?

Wir nennen uns selbst die größten Bücherwürmer und stürzen uns wie die hungrigen Wölfe auf die neuesten Neuerscheinungen, nehmen Bücher und eBooks auseinander und setzen sie wieder zusammen, diskutieren und analysieren und müssen immer auf dem neuesten Stand bleiben. Wir liken und kommentieren, verlinken und vernetzen, sind online auf Facebook, Twitter und Instagram. Wir schreiben Beiträge und Gastbeiträge, Rückblicke und Vorausplanungen, vergleichen Urban Fantasy mit High Fantasy und antworten innerhalb von 24 Stunden auf jeden Kommentar!

Kommt dabei das Lesen an sich nicht zu kurz? Bauen wir uns selbst so viel Druck auf, dass aus dem Hobby ein Stressfaktor wird?


1. Lesen als Blogger und als Zivilist

Das Lesen als Blogger unterscheidet sich merklich vom „einfachen Lesen“. Ich als Zivilist gammle mich mit meinem Buch in meine Ecke und lese einfach drauflos. Dabei mache ich mir keine großen Gedanken, ob die Fantasy-Welt nun realistisch dargestellt ist, oder ob ich so etwas in der Art doch fast genauso schon mal gelesen habe. Wenn mir das Buch auf die Nerven geht oder einfach zu lächerlich wird, breche ich ab und lese ein anderes, ohne das Gefühl zu haben, mich dafür rechtfertigen zu müssen.

notizen

Jetzt kommt aber das Blogger-Ich zum Vorschein: Blogger-Ich gammelt sich auch mit seinem Buch in dieselbe Ecke, aber mit dabei sind Block und Kuli, denn alles Positive und Negative muss aufgeschrieben werden, damit man später eine vernünftige Rezension mit Begründungen schreiben kann, ohne einfach wild drauflos zu schimpfen. Außerdem dürfen die wichtigsten Charaktereigenschaften und SciFi-Welten nicht vergessen werden, immerhin weiß ich selbst am besten, dass zwischen Buch gelesen und Rezi geschrieben der ein oder andere (…) Tag liegen kann.

Der Gedanke, später eine Meinung zum Buch abgeben zu müssen, ist einfach nicht aus dem Hinterkopf zu vertreiben, mir fallen Dinge auf, die Zivilisten-Ich einfach überlesen hätte, ich lese Bücher zu Ende, die ich besser gar nicht erst angefangen hätte.

Nimmt uns diese Buchblogger-Krankheit die Lust am Lesen? Wie sollen wir ein Buch noch einfach nur genießen, wenn wir doch auf alles gleichzeitig achten müssen?

Druck aus der Blogosphäre

Du MUSST zweimal die Woche einen längeren Beitrag schreiben, du MUSST bei anderen Bloggern vorbeischauen und kommentieren, du MUSST bei Facebook und Twitter immer präsent sein.

Wir kennen sie alle: Die gut gemeinten Vorschläge, wie man möglichst viele Besucher auftreibt und zu sich lockt. Vernetzen ist das Stichwort, Präsenz und Durchhaltevermögen. So funktioniert das nun mal: Wenn du nichts tust, tut sich bei dir auch nichts.

Du musst dies und du musst das, aber was, wenn du es nicht machst? Was soll schon passieren? Verlierst du dann deine drei Milliarden Besucher am Tag? Wirst du komplett vergessen?

Wenn das der Grund ist, weshalb man sich einen solchen Stress selbst fabriziert, sollte man doch mal einen kurzen Prioritäten-Check vornehmen: Ist es mir wirklich so unglaublich wichtig, tolle Statistiken zu haben? Macht es mir so viel aus, wenn mal ein Monat nicht so viele Besucher eingebracht hat?

social media

Bei mir ist es so: Ich. Hasse. Social Media!! Facebook und Twitter sind als Blogger leider ein notwendiges Übel, aber ich verbringe dort nicht mehr Zeit als unbedingt nötig. Ich habe einfach keine Lust, mit wildfremden Leuten zum tausendsten Mal die echtes Buch vs. eBook-Diskussion zu führen! Ich will an keinem (unterschwelligen) Konkurrenzkampf über die meistgelesenen Bücher im Jahr teilnehmen und ich will auch nichts von Bücher-Bingo hören! Außerdem kann ich mich in 140 Zeichen nicht ausdrücken UND dabei vielleicht noch einen Link unterbringen!

Natürlich freue ich mich, wenn mein Blog in diesem Monat mehr Besucher hatte als im letzten und ich grinse breiter als die Grinsekatze, wenn jemand meinen Beitrag kommentiert, aber ganz so wichtig sind mir meine Statistiken dann doch nicht. In den letzten zwei Monaten war hier tote Hose, kein Beitrag, kein Kommentar, gar nichts! Ich habe mir einfach mal eine Auszeit genommen und bin abgetaucht. Ja, es stimmt, in diesen zwei Monaten hätte ich die ganze Zeit vorm Rechner sitzen und Follower anhäufen können und ja, meine Zahlen sind im Keller, aber doch nicht so weit unten wie erwartet. Aber was soll´s! Jetzt habe ich den Posteingang geleert und es kann wieder losgehen!

Stress DIY für Buchblogger

Du hast dich schon immer gefragt, wie es nur sein kann, dass du so spontan bist und einfach die Bücher liest, die dir gerade unterkommen? Hättest du gerne ein wenig mehr Stress, um mit all den andern Bloggern mitzuhalten? Finde in diesem DIY-Tutorial heraus, wie du dir diesen Stress ganz einfach selbst basteln kannst!

Du brauchst: 1 großer Umzugskarton, 1 Buchblog, unbegrenzte Anzahl Social-Media-Profile, 1 riesiges Bücherregal.

So geht´s! Schritt 1:
Renne so schnell es geht zur nächsten Buchhandlung, kaufe einfach alle Bücher, die in deinen riesigen Umzugskarton passen, egal, ob sie dir nun besonders gut gefallen oder nicht.

Schritt 2:
Renne ganz schnell nach Hause und stelle die neuen Bücher in dein riesiges Bücherregal.

Schritt 3:
Zähle!

Schritt 4:
Logge dich in deine sämtlichen Social Media-Accounts ein und beschwere dich bei jedem, der es hören will, darüber, wie riiiiiiiiesig dein SuB denn schon wieder sei, und dass du nun vor der unmöglichen Aufgabe stehst, alle 900 Bücher abzuarbeiten, aber wie sollst du dass denn schaffen, wo doch jeden Tag so viele neue Bücher rauskommen, die du dann auch unbedingt lesen musst! Jetzt kannst du sogar an Wie hoch sind eure SuBs denn so, meine Lieben???-Umfragen teilnehmen und vielleicht sogar einen solchen Schwanzvergleich selbst anzetteln.

Schritt 5:
Erfinde eine Blog-Aktion, die daraus besteht, deinen SuB „abzubauen“. Um das Ganze ein wenig abwechslungsreicher zu gestalten, könntest du Titel wie Sommerlicher SuB-Abbau oder Hilfe, welches Buch, soll ich nur als nächstes lesen? verwenden.

Et voila!
Jetzt hast du sehr viel unnützen Stress, denn du musst dich immer anstrengen, dem SuB Herr zu werden, weil er sonst durch die Decke schießt. Herzlichen Glückwunsch, du hast dir selbst sehr viel mehr Druck als nötig aufgehalst! Und das Beste: Du kannst dich auch noch darüber beschweren und mit anderen Opfern des SuB um die Wette jammern!

Hinweis:
Um möglichst lange Freude an deinem SuB zu haben, darfst du ihn niemals schrumpfen lassen. Es müssen immer mehr Bücher draufgelegt werden, als du lesen kannst, nur so, kannst du deinen SuB so langanhaltend wie möglich abbauen!

Und jetzt noch mal langsam

Das Problem ist folgendes: Wir Blogger machen uns selbst und auch gegenseitig viel zu viel Druck. Wir müssen beim Lesen immer alle Details bemerken, sonst würden wir Rezensionen schreiben, denen man schon aus der Ferne ansieht, dass der Blogger keine Ahnung hat, was er da eigentlich schreibt. Dann könnten wir es auch gleich ganz lassen.
Die Blogosphäre setzt uns unter Druck: Wir müssen viele Beiträge schreiben, bei anderen Bloggern jeden Beitrag kommentieren und liken und uns um der Statistiken willen mit Social Media herumschlagen.
Außerdem schaffen es manche Blogger, sich selbst auch noch mehr Stress aufzuladen, indem sie sich einen SuB bauen und dann jahrelang damit beschäftigt sind, diesen SuB wieder abzubauen, aber dabei bloß keine Neuerscheinung zu verpassen.

Und was tue ich jetzt?

Tut mir leid, ein Allheilmittel habe ich auch nicht, aber ein paar Vorschläge kann ich doch machen.

  1. Lies auch mal ein Buch, dass du nicht rezensieren willst. Einfach nur so.
  2. Lass dich nicht dazu drängen, mehr Beiträge zu schreiben, als du selbst willst und kannst.
  3. Versuche es erst gar nicht, auf allen Social Media-Plattformen unglaublich aktiv zu sein. Das funktioniert sowieso nicht und stresst dich noch mehr.
  4. Lies die Bücher, die du lesen willst und nicht diejenigen, die du vor Jahren mal auf deinen SuB gepackt hast. Lass dich doch von einem imaginären Stapel nicht hetzen, sie laufen dir nicht davon.
  5. Nimm dir eine Auszeit, damit dein Hobby nicht zum Stressfaktor wird.

Soll ich euch mal etwas verraten? Wollt ihr wissen, wie viele Bücher auf meinem SuB liegen? Ich sag´s euch: Null. Kein einziges.

Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr den Eindruck, dass ihr durch das Bloggen aus dem Spaß am Lesen einen Stressfaktor macht?

Advertisements

49 Gedanken zu „Zerstören wir Blogger uns die Lust am Lesen?

  1. Super! Der Beitrag gefällt mir. 😀 Nein, ich lasse mich weder durch das Lesen noch durch das Bloggen stressen. ABER – ich bin extrem gern bei SuB-Abbau-Challenges dabei, weil ich sie einfach witzig finde. Was ich schaffe, schaffe ich, was nicht, das nicht. Mir kommt’s auf den Spaß an.

    Liebe Grüße,
    Nicole

    P.s.: Auf meinem SuB liegen ca. 70 Bücher und ich bereue nichts, weil sie laufen mir nicht davon. 😉

    Gefällt 2 Personen

    • Ach, ich fände es einfach zu schade, so viele ungelesene Bücher bei mir zuhause rumliegen zu haben. Die wollen doch alle von mir gelesen werden!
      Man bekommt bei WP ja immer bei neuen Beiträgen eine Mail und wenn ich dann schon „SuB-Aubbau-Challenge“ oder „SuB Abbauen im Herbst“ im Betreff lese, kräuseln sich mir die Fingernägel. Das hört sich so stressig an und alle jammern immer herum, wie riesig doch ihr SuB sei und dass sie da wirklich dringend mal was machen müssen und dann geht der Vergleich los und im Prinzip gewinnt doch derjenige mit dem größten Stapel, obwohl er von allen bedauert wird. Es ist einfach ein Trend geworden, sich darüber zu beklagen.

      Gefällt mir

  2. Wow. Ein wirklich toller Artikel, der ziemlich zum Nachdenken anregt.
    Ich blogge jetzt seit etwa eineinhalb Jahren und habe auch schon festgestellt, dass mir die Lust am Lesen manchmal wirklich vergeht. Besonders schlimm war es Ende letzten Jahres. Ich wollte lesen, aber ich hatte einfach keine Lust, schrieb keine Rezensionen, war kaum aktiv und dadurch wurde das, was gemacht werden wollte/sollte nur noch mehr und es schien wie ein elender Kreislauf. Tausend Challenges wollten bestritten, Rezensionsexemplare gelesen und Aktionsbeiträge verfasst werden. Und ich saß einfach nur auf dem Bett und hatte keine Lust dazu.
    Ich hab mir dann vorgenommen: Dieses Jahr machst du alles anders. Hat auch so halb funktioniert, seit ich mit dem Blog „umgezogen“ bin und frischen Wind reinholte. Keine Challenges mehr, kein ständiger Vergleich mit anderen. Ich nehme mir mehr Zeit für Bücher, schreib auch mal keine Rezension… Und siehe da. Es macht gleich wieder viel mehr Spaß und ist wesentlich stressfreier. Nur den Blick auf die Blogstatistik werde ich wohl nie los 🙂 Das hängt mir immer im Nacken und ich denke, es könnte besser sein, aber na ja, so ist das immer.

    Liebe Grüße
    Raven ❤

    Gefällt 3 Personen

    • Ja, es stimmt schon. Je mehr sich anhäuft, desto weniger will ich es machen.
      Ich habe auch oft keine richtige Lust, eine Rezension zu einem gewissen Buch zu schreiben, aber wenn ich dann erst mal angefangen habe, macht es wieder total viel Spaß und ich kann kaum noch aufhören. Aber dann will dieser Beitrag, so viel Spaß er auch gemacht hat, ja auch noch beworben werden. Und dann geht die Facebook Copy-and-paste-Aktion wieder los…;)

      Gefällt mir

      • Oh ja, wobei ich mittlerweile wirklich nur noch in Ausnahmefällen woanders als auf meiner FB-Blogseite teile. Also nicht mehr in zigtausend Gruppen wie am Anfang. Bringt kaum was, raubt nur Zeit. Ich lade auch nicht mehr regelmäßig auf allen Buchplattformen hoch. Das kostet mich einfach zu viel Zeit und ist wieder mit Zwang verbunden a la du musst das da und da noch posten.
        Ich glaube, je weniger man macht, desto mehr Spaß macht es. Und wenn man hin und wieder mal eine Aktion mitmacht, weil man es wirklich möchte, ist das besser wie viele regelmäßige Aktionen, bei denen man den Überblick verliert und sich selbst Druck macht 🙂

        Gefällt 1 Person

  3. Durchs Bloggen hab ich mein „Lesen“ nicht verändert. Ich lese vielleicht mehr als vorher, aber Gedanken über die Rezi mache ich mir erst wenn ich am Computer sitze. Ich mache keine Notizen oder klebe meine Bücher mit Post-Its zu. Und ich lese immer noch nur worauf ich Lust habe und wenn mir ein Buch micht gefällt les ich es auch meist nicht zu Ende.

    Dein Beitrag gefällt mir sehr, weil sich viele Blogger wirklich so verhalten und ich denke, dass so der Spaß verloren geht.
    Liebe Grüße Anna von Das Buch zum Film

    Gefällt 3 Personen

    • Schreibst du die Rezension dann gleich nach dem Lesen? Das kriege ich sowieso nie hin und deshalb brauche ich meine Notizen, weil rückblickend ja andere Dinge gut oder schlecht sind, als sie beim Lesen waren. Ich finde die Notizen für mich unverzichtbar, aber ab und zu lese ich auch mal ein Buch, das ich nicht rezensieren werde und da kann ich mich dann voll und ganz entspannen. So viele Rezis könnte ich sowieso nie im Leben schreiben! 😉

      Gefällt mir

      • Ich kann mich da Anna nur anschließen. Ich lese mein Buch, als Leser, genau wie ich es vor 5, 10 oder 25 Jahren getan habe. Nach dem Lesen entscheide ich, ob ich eine Rezension schreibe, oder ob ich es nicht tue. Ich mache mir keine Notizen, klebe maximal mal einen Haftmarker auf eine Seite, weil dort ein besonders schöenr Satz steht (das habe ich früher aber auch schon gemacht, da ich mir diese Sätze aufschreiben möchte).
        Wenn ich etwas zu einem Buch zu sagen habe, dann fließt die Rezension hinterher einfach aus meinem Kopf in die Tasten. Was ich mir über ein Buch nicht merken konnte ist auch nicht wichtig für die Rezension (in meinen Augen).
        Aber, ich stresse mich absolut nicht. Sind TV-Serien gerade wichtiger, dann lese ich tatsächlich auch mal 2-3 Wochen gar nicht. Ich liebe meinen Blog, er ist Hobby, aber nie Last. Und ich liebe Bücher, aber das bedeutet nicht, dass ich jeden Tag lese und es bedeutet auch nicht, dass ich über jedes gelesene Buch blogge.
        Von daher: Ja, ich denke, dass es einigen Bloggern so geht, wie du es hier beschreibst, aber da ist ja jeder selbst für verantwortlich. Ich kann es nicht nachvollziehen, warum man sich so einen Streß für ein Hobby macht.
        LG
        Yvonne

        Gefällt 2 Personen

      • Ich finde das gerade echt traurig. Ich lese, weil es mir Spaß macht und ich mich dabei entspannen kann. Wieso sollte man sich zum Lesen zwingen? Es gibt genug ‚Muss‘ im Leben, da bin ich froh, seit Jahren ein Hobby zu haben, das mein Rückzugsort ist, ich währenddessen entspannen kann und mich danach besser fühle.
        lg, Tine 🙂

        Gefällt 1 Person

  4. Ich hatte irgendwann letztes Jahr überhaupt keine Lust mehr zum Lesen. Gar keine. Wochenlang hab ich kein einziges Buch angerührt. Inzwischen habe ich wieder viel Lust auf Lesen und Bloggen und auch ganz viele Ideen, aber blöderweise muss ich vorher erst den Blog entstauben. Manchmal muss man einfach tief durchatmen und sich bewusst machen, dass man nicht für andere bloggt. Und dann geht’s auch wieder. 🙂

    Gefällt 3 Personen

    • Wenn der E-Mail-Posteingang erst mal geleert ist, sieht die Welt doch gleich wieder ganz anders aus. In den zwei Monaten, in denen ich nichts gebloggt habe, habe ich 800 Mails bekommen, dazu eine Unmenge im Spam-Ordner und eine einzige war relevant. Als ich die erst mal alle gelöscht hatte, war der Dschungel nicht mehr ganz so undurchdringlich. 😉

      Gefällt mir

  5. Deinen Beitrag kann man 1:1 für Filme und Serien übernehmen. Man macht sich viel zu viel Stress und hat dann am Ende keine Lust mehr. Ich habe zig Entwürfe die ich nie beendet habe weil mir nichts ordentliches einfiel. Ich sehe es daher ähnlich wie du, „sehen“ auch ohne zu schreiben und manchmal über was ganz anderes bloggen. Who cares. Wenns den Leuten gefällt grinse ich wie du, wenn nicht, ist halt so. In erster Linie, sofern nicht für den Lebensunterhalt gebloggt wird, sollte man nur für sich bloggen und auf keinen Fall ein Muss daraus machen.

    Gefällt 2 Personen

  6. Hallo Johanna,
    ich bin zwar keine „Buchbloggerin“ aber ich konnte mich trotzdem mit Deinen Beitrag widererkennen. Besonders der Punkt Social Media. Laut vielen Studien sollte man min. 1x am Tag ein Instagram Bild hochladen, ich schaffe dies einfach nicht. Und natürlich min 1x pro Woche bloggen. Was für mich allein zählt ist die Qualität. Ich bin auch keine Bloggerin, die täglich überall irgendentwas in verschiedenen Netzwerken zerstreut. Ich finde dies einfach zu unpersönlich. Es ist viel schöner ein Beitrag zu erstellen, der gelesen wird und mit den man Menschen weiterhelfen und natürlich inspirieren kann. Deshalb veröffentliche ich auch nur einmal pro Woche oder alle zwei Wochen ein Blogbeitrag. Es ist soo wichtig, dass die Leser merken, wofür man brennt. Wenn die Leser merken, dass Du für Deinen Blog brennst, kommen Sie immer wieder.
    Liebe Grüße Alina.

    Gefällt 1 Person

    • Diese Empfehlungen sind sowieso absolut unrealistisch. Wer schafft es denn bitte schön, jede Woche 20 Kommentare auf unterschiedlichen Blogs zu hinterlassen und auch noch etwas eigenes zu schreiben? Das ist doch Wahnsinn. Und die allermeisten von uns haben in ihrem Leben ja auch noch etwas anderes zu tun, das nun mal wichtiger ist als das Bloggen. Da denke ich mir auch, lieber ein richtiger Beitrag als drei halbherzige.

      Gefällt mir

  7. Ein guter Artikel, in dem ich mich aber nicht wiederfinde, ich lese Bücher ohne Stift und Blog daneben, ich schreibe meine Rezensionen immer noch aus dem Bauch heraus und ich lese nur Bücher die mich ansprechen. Es ist mir egal ob ich zwei oder drei Beiträge in der Woche veröffentliche oder nur einen.Kurz gesagt: Ich lasse mich von meinem Blog nicht stressen.

    Gefällt 2 Personen

    • Das freut mich für dich, aber ich glaube, ganz ohne Notizen könnte ich es nicht. Da kommt bei mir dann viel zu sehr der Perfektionismus durch und ich merke selbst, dass ich viel organisierter an die Rezension herangehe, wenn ich auf dem Papier meine Gedanken sortieren konnte. Aber manchmal brauche ich auch Bücher, die ich einfach nur so lese, ich kann ja doch nicht alle rezensieren.

      Gefällt mir

  8. Ich hatte als Buchbloggerin tatsächlich ein selbstgemachtes Stressproblem. Niemand hat von mir erwartet, dass ich jede Woche eine Rezension bringe, aber ich fühlte mich, nachdem ich das eine Weile gemacht habe, blöderweise verpflichtet. Mit Zettel und Stift in der Hand habe ich zwar nicht gelesen und aus dem Gedächtnis rezensiert, dennoch habe ich mich manchmal dabei ertappt, dass ich schon überlege, wie ich erklären soll, warum ich mit dem einen Buch nicht warm werde oder weshalb das andere etwas Besonderes ist. Die Rezensenten-Stimme in meinem Kopf hat mir aber so gar nicht gefallen. Und klar hat mich keiner gezwungen jedes Buch zu rezensieren, das ich lese (ich hatte bis auf sehr wenige Ausnahmen keine Rezensionsexemplare, sondern selbst gekaufte Bücher), aber ich hatte trotzdem das Gefühl, alles besprechen zu müssen.

    Irgendwann hat es mich genervt. Erst habe ich den Buchblog eingestampft und stattdessen einen Mischblog aufgemacht, in dem ich eine kleine Bücherecke hatte, habe aber nach einer kurzen Ausprobierphase gemerkt, dass das auch nicht das Richtige für mich ist.

    Inzwischen habe ich nur noch eine kleine Buchnische auf meiner Autorenseite und schreibe da auch keine Rezensionen, sondern eher von Büchern inspirierte Artikel, in denen ich meine Gedanken schildere, ohne das Buch dabei zu bewerten, oder nur ganz am Rand. Mein erster Versuch in diese Richtung gefällt mir, daher werde ich das weiterhin machen – aber nur, wenn ich das Bedürfnis habe, etwas zu schreiben 🙂 So macht es dann auch wieder Spaß, und nach einer längeren Leseflaute habe ich meine uneingeschränkte Buchbegeisterung wieder 🙂

    Liebe Grüße

    Claudia

    Gefällt 2 Personen

    • Ich kenne das Problem auch, dass ich mich verpflichtet fühle, dieses „Niveau“ aufrechtzuerhalten, im Sinne von ein Beitrag pro Woche, oder so. Aber ich kann nicht jede Woche ein Kaninchen aus dem Hut zaubern, manchmal ist der Hut halt leer und dann einfach nur irgendwas zu schreiben, nur um genug Beiträge zu haben, macht am Ende auch nicht glücklich.
      Wenn man wirklich merkt, dass der Blog mehr stresst als Freude macht, sollte man die Notbremse ziehen, das stimmt schon. Manchmal tut auch eine Auszeit gut, da beschwert sich auch niemand und wenn doch, was wollen sie schon machen?

      Gefällt mir

  9. Toller Beitrag. Ich bin noch nicht lange dabei aber erwische mich auch manchmal beim Stöhnen und Verzweifeln, weil ich nicht nein gesagt habe und sich die Reziexemplare stapeln. Das hatte ich unterschätzt.

    „Stopp“ gesagt und auch mal „Nein“ oder „Später“ und es geht wieder. Das Lesen soll ja wirklich Spaß machen.

    Übrigens, ich habe so einen 900 Bücher hohen Sub. Das stört mich aber nicht. Sind viele Bücher bei, die ich früher lieber gelesen habe, als jetzt. Na und? Wenn mir nach so einem Buch ist, weiß ich ja, wo es steht. Ich habe meinen Sub auf meinem Blog verewigt und wer lieb fragt, darf sich schon mal das eine oder andere ausleihen.

    Gefällt 1 Person

    • Ich glaube, ich würde mich ziemlich schlecht fühlen, wenn ich so viele ungelesene Bücher bei mir zuhause rumliegen hätte. Die wollen doch auch alle von mir gelesen werden! Wo soll ich da nur anfangen?
      Wenn du das so entspannt siehst, ist es ja gut, aber ich persönlich sehe den Sinn hinter einer solchen Anhäufung einfach nicht.

      Gefällt mir

  10. Hey,
    ein sehr interessanter Beitrag und vor allem für uns Buchblogger enorm wichtig. Den selbstgeschaffenen Stress kenne ich auch nur zu gut. Allerdings läuft der auch eher in Phasen an, mal ist der Stress größer, mal gar nicht mehr da. Aber das mit dem andere Bücher lesen, habe ich auch schon gemerkt und finde ich auch sehr entspannend, was ich auch gerne mache ist Hörbücher hören, die rezensiere ich in der Regel auch eher selten 😊
    Bei Social Media sieht es bei mir jedoch anders aus.. neben dem Blog, den ich zusammen mit einer Freundin führe, haben wir nur einen Instagram Account. Ich habe auch privat kein Facebook oder Twitter, weswegen ich das als zu anstrengend ansehen würde, da auch noch aktiv zu werden 🙈
    Ich denke aber, dass (bei mir zumindest) viel Druck durch Rezensionsexemplare kommt, da man in den meisten Fällen nur einen bestimmten zeitlichen Rahmen zum lesen und rezensieren hat. Wenn man dann gerade einfach keine Lust auf das Buch hat und sich zwingen muss, mach es das nicht besser. Das Fazit, das ich deswegen für mich gezogen habe ist Reziexemplare einzuschränken.

    Alles Liebe,
    Sara

    Gefällt 1 Person

    • Da kann ich dir nur zustimmen. Ich habe insgesamt eigentlich wenige Reziexemplare, aber vor ein paar Monaten ist es irgendwie passiert, dass mehrere auf einmal angekommen waren und dummerweise hatte ich gerade wenig Zeit, aber ich musste sie ja trotzdem lesen und rezensieren. Es wird zwar oft keine Deadline genannt, aber es wird schon gerne gesehen, wenn man die Rezension in maximal einem Monat postet. Jetzt nicht mehr als ein Rezensionsexemplar auf einmal, das läuft besser.

      Gefällt 1 Person

  11. Toller Beitrag! 🙂 Und ich erkenn mich da total wieder, denn es stimm einfach, seid ich blogge, hat sich meine Beziehung um 180° gedreht. Einerseits finde ich es sogar gut, dass ich Bücher nun kritischer betrachte und zumindest 2 mal überlege, ob ich ein Buch nun wirklich sofort brauche oder ob ichs überhaupt brauche. Allerdings hast du auch mit den Stresspegel recht, der kann wirklich unheimlich hoch sein und mich nervt das so ein bisschen. Denn ganz ehrlich, ja ich liebe das bloggen, aber ich arbeite gleichzeitig auch Vollzeit, ich finde einfach nicht den Nerv und die Zeit dazu, so regelmäßig zu bloggen und dann alles auch noch auf Social Media breit zu treten. Ich stand deswegen auch immer mal wieder kurz davor endgültig aufzuhören, aber irgendwie hab ich mich wieder aufgerafft und seit diesem Jahr, hab ichs endlich soweit im Griff, das ich stressfeier lesen kann und meine Beiträge so schreibe, wie es mir passt und nicht wie es irgendwelche Statistiken gerne hätten. 😅

    Alles Liebe
    Alli

    Gefällt 1 Person

    • Es gibt ja viele solcher Artikel nach dem Motto „Die tausend goldenen Bloggergesetze“ oder so etwas, die einem dann versuchen zu verkaufen, dass man jeden Tag 20 Kommentare auf 10 verschiedenen Blogs hinterlassen muss, weil man sonst nie von seiner einsamen Bloginsel runterkommt. Das ist ein solcher Druck, vor allem, weil es unerreichbar ist, ich schaffe das einfach nicht, schließlich habe ich auch außerhalb des Blogs noch ein Leben, das mir wichtiger ist. Da muss man manchmal Prioritäten setzen, sonst geht irgendwann gar nichts mehr.

      Gefällt mir

  12. Hey!
    Eigentlich fände ich es sehr traurig, wenn mich das Bloggen so sehr belasten würde.
    Ich lese das worauf ich Lust habe und baue zwischendurch Rezensionsexemplare ein. Ansonsten müssen die Verlage und Autoren halt ein bisschen warten.
    Ich mache mir beim Lesen zwar Notizen, aber nicht zu jedem Aspekt. Ich will die Bücher auch nicht totkritisieren sondern es trotz Rezensionspflicht genießen und was daraus mitnehmen.
    Dann würde ich den Punkt, dass das stressen würde verstehen. Rezensionen schreiben macht mir Spaß, egal ob das Buch ein Kracher war oder eher nicht. Bloggen generell macht mir super viel Spaß. Und ich verbringe täglich Zeit damit, vor dem Spätdienst, nach dem Spätdienst.
    Auch mein SuB macht mir keinen Druck, genauso wenig wie SuB Abbau-Challenges. Wenn sie mir Druck machen würden würde ich halt nicht teilnehmen. Mir machen sie Spaß. Und wenn ich Ziele nicht erreiche, dann ist das so. Zum Glück bin ich sehr ehrgeizig und hänge mich rein, ohne in völligem Lesestress auszuarten.
    Und auch Social Media macht mir keinen Stress. Wenn das so wäre, würde ich es reduzieren. Ich lege den Fokus auf meinen Blog und danach kommt meine Facebookseite. Und damit geht es mir gut. Auf Instagram poste ich dann, wenn ich Bock habe. Twitter nutze ich zwischendurch. Man muss halt irgendwie einen angenehmen Weg in dem Blogiversum für sich finden.

    Liebe Grüße,
    Nicci

    Gefällt 3 Personen

    • Es ist schön, dass du dich so gar nicht stressen lässt, aber wir hatten doch bestimmt alle schon mal diese Phase, in der wir das Gefühl hatten, uns würde alles über den Kopf wachsen. Oder vor allem am Anfang, wenn man so ziemlich jeden ratsamen Artikel liest und dann glaubt, das alles nie erreichen zu können.

      Was den SuB angeht, hängen mir einfach diese Vergleiche zum Hals raus, wenn sich dann alle möglichen Blogger darüber beklagen, wie riesig der SuB denn schon wieder sei und dass sie gar nicht mehr hinterherkämen… Dieser hinter Selbstmitleid versteckte Stolz nervt mich einfach so sehr. Und dann diese Abbau-Challenges, als gebe es kein größeres Problem, als diesen SuB loszuwerden, und dann wird natürlich wieder verglichen, wer die meisten Bücher im Monat „abgebaut“ hat… bää.

      Gefällt mir

      • Hm nee, irgendwie nicht 😀 Also klar hab es ein paar Wochen in denen sich vieles gehäuft hat, aber trotzdem hat es weiterhin richtig Spaß gemacht. Ich liebe das Bloggen und wenn ich so darüber denken würde und alles irgendwie anstrengend und stressig fände müsste ich für mich überlegen, ob es noch das richtige für mich ist.

        Abbau-Challenges dienen meiner Meinung nach nicht der Selbstinszenierung sondern lediglich einem Spaßfaktor inklusive kleiner oder großer Erfolgserlebnisse. So habe ich es bei mir und meinen Bloggermädels wahrgenommen.

        Gefällt 3 Personen

  13. Toller Beitrag. Ich lasse mich nicht stressen, lese und schreibe nur was ich kann und worauf ich Lust habe. Ich gebe zu, dass mir das Bloggen wichtiger ist, als Facebook, auch wenn Facebook wichtig zum teilen etc. ist. Mir liegen nun mal eher richtige Beiträge. Ich nehme zwar privat gern an Challenges Teil, aber mehr zum Spaß und immer an einer, bei der ich die Bücher spontan wählen kann, ohne sie vorher festzulegen. Ich sehe es nicht als Druck oder Wettbewerb, auch wenn ich einen großen SuB habe. Wenn ich mein eigenes Ziel nicht erreiche, dann ist das so :).
    Kati

    Gefällt 1 Person

    • Wenn ich nichts zum Teilen habe, gehe ich auch nicht auf Facebook & Co, ich will einfach nicht an irgendwelchen Gewinnspielen teilnehmen oder so. FB ist eigentlich nur dafür gut, viele Menschen zu erreichen, die dann auch wenn sie keine Blogger sind (oder nicht bei WP) etwas kommentieren können, weil es auf dem Blog dann doch komplizierter wird.

      Gefällt 1 Person

      • Naja,ich nutze Facebook auch privat mit Freude. Nur die Seite ist für mich in erster Linie zum teilen oder für Buchtipps gedacht. Ich finde aber nicht, dass das Bloggen Druck macht, den macht man sich selbst und soweit lass ich’s nicht kommen, da Druck nichts beim Hobby zu suchen hat

        Gefällt 1 Person

  14. Ein toller Beitrag, der das Verhalten manch eines Bloggers spiegelt.
    Auch ich habe einen riesen SuB beschwere mich aber nicht darüber. Die Bücher werden nicht schlecht und ich liebe mein volles Bücherregal. Ich mach aber auch keine Abbau Challenges mit.
    Ich blogge nun seit 7 Jahren und die Bloggeranzahl ist immens gestiegen seitdem. Ich denke das ist der Grund warum viele sich unter Druck gesetzt fühlen. Meine Statistik ist miserabel, aber das stört mich nicht. Jeder Kommentar erfreut mich, doch bin ich selber recht faul was das angeht und kann somit keinem einen Vorwurf machen.
    Ich mache das nun schon seit längerem so das ich Bücher nur für mich lese. Notizen bei REs mache ich mir nicht, das würde mir zu sehr das Lesen vermiesen. Rezis schreibe ich direkt bevor ich ein neues Buch anfange. Ich habe auch meine REs meinem Lesepensum angepasst so häuft sich nichts an und ich fühle mich nicht unter Druck gesetzt.
    Ich habe mich nie gefragt wofür ich meinen Blog schreibe, denn angefangen habe ich für mich alleine und somit kann mir auch jede Statistik egal sein 😉

    Liebe Grüße
    Natalie

    Gefällt 1 Person

    • Also komplett egal ist mir meine Statistik auch nicht. Wenn ein Beitrag wie z.B. dieser dafür sorgt, dass eine große Säule wie ein Wolkenkratzer in der Kleinstadt auftaucht, freue ich mich schon unheimlich, aber wenn nicht, ist es auch kein Drama. Für ein paar Zahlen versuche ich mir da so wenig Stress wie möglich zu machen, aber von uns Bloggern wird irgendwie erwartet, dass wir uns stressen und immer nur am Kommentieren und Linken sind, aber auf die Dauer hält das sowieso keiner durch, also kann man es auch lassen.

      Gefällt mir

  15. Pingback: [Plauderecke] Praktikum, Bloggen, Lesen und das Leben

  16. Hey,

    Allgemein finde ich, dass das ein Thema ist, das man immer nur subjektiv betrachten kann. Wenn ich so über das Lwsen und Bloggen denken würde, hätte ich vermutlich schon längst aufgehört. Aber ich erkenne mich auch nicht wirklich wieder in deinem Text, daran kann es wohl eher liegen.
    Mein Leseverhalten ist immer noch das Gleiche. Ich lese vielleicht nur etwas gezielter die Rezensionsexemplare, aber auch das mit Freude
    Notizen mache ich mir keine und schreibe meistens erst ne Woche später die Rezension. Klappt sehr gut, weil alles ein Mal sacken konnte.

    Klar; setzt Social Media unter Druck. Es ist nun mal alles schnelllebig geworden. Die Frage ist nur, ob man da mitzieht oder einfach sagt: Ist mir egal. Ich kann nicht jeden Kanal gleichzeitig bedienen und auch dann muss ich entscheiden, ob ich Bock habe zu posten, oder nicht. Hab ich keine Lust, lasse ich es einfach. Mein Blog, meine Entscheidung.

    Und der Sub ist auch sehr subjektiv. Ich hab einen ü200 und es tut mir nicht leid, dass ich sie nicht gelesen habe, weil es meine Entscheidung war, sie alle zu kaufen.
    Genau dafür nutze ich dann die Challenges; um vielleicht ein paar meiner SuB Bücher zu befreien und nicht, um mich damit zu profilieren, oder mich darüber aufzuregen – ich bin ja selber Schuld 😂
    Dementsprechend finde ich solche Challenges immer cool. Aber auch hier wieder: Hallo Subjektivität.

    Wenn ich aber allgemein so über das Lesen und Bloggen denken würde, hätte ich mir Gedanken gemacht, ob das wirklich so das richtige ist, oder eine Pause ganz gut täte. Denn da hätte ich keinen Spaß mehr an dem, was ich mache, glaube ich.

    Liebe Grüße,
    Anna

    Gefällt 2 Personen

    • Das Bloggen an sich macht mir natürlich noch Spaß, sonst hätte ich längst aufgehört. Es ist nur oft so, dass diese eine ausstehende Rezension drohend über meinem Kopf schwebt und dann habe ich keine Lust, sie zu schreiben, aber wenn ich erst mal angefangen habe, macht es auch wieder richtig viel Spaß.

      Manchmal muss man einfach auch mal den Kopf freibekommen, da tut eine Pause schon ganz gut, sonst sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. 😉

      Gefällt mir

  17. Ein toller Artikel!
    Diese Hatz auf allen Social-Media-Kanälen und den ständigen Druck, präsent zu sein, finde ich auch furchtbar… und trotzdem versuche ich, Schritt zu halten und lasse mich in dieses Korsett schnüren. Eigentlich verrückt, oder? Dein Beitrag hat mich auf jeden Fall zum Nachdenken angeregt.
    Mein SuB ist zwar auch ziemlich groß, aber ich weiß, dass nur Bücher drauf liegen, die ich gerne lesen will und die in meine Genrevorlieben passen, das minimiert den Lese-Stress 🙂 Das mag aber auch daran liegen, dass ich wenig rezensiere, weil mein Blogschwerpunkt etwas anders gelagert ist 🙂

    Liebe Grüße,
    Anke | zeilen-traum.blogspot.de

    Gefällt 1 Person

  18. Ich blogge in erster Linie aus Spaß und für mich – freue mich natürlich trotzdem über Besuch und Austausch! Aber ich gräme mich nicht, weil irgendwer mehr Follower hat als ich, was nützen mir auch die ganzen Zahlen, wenn dann doch nie einer von denen vorbei schaut, sonder es rein um „wer hat die meisten“ geht?!
    Deswegen bin ich auch nicht auf FB, weil mir das Jagen nach Likes und Followern einfach zu anstrengend wäre.
    Zwar gibt es bei WP inzwischen auch die Funktion des „Like“, die ich aber ganz angenehm finde, daß man wenigstens das hinterläßt, wenn man gerade wenig Zeit zum kommentiern hat.

    Ansonsten habe ich gerade eine mächtige Lesflaute hinter mir und jetzt geht es wieder an meinen SuB *grins*

    Liebe Grüße
    Kerstin

    Gefällt 2 Personen

  19. Hallo meine Liebe! 🙂

    Ich finde deinen Beitrag so toll!! *-* Selbst habe ich mir auch gerade erst eine Auszeit vom Bloggen gegönnt, weil ich mir zu viel Druck gemacht habe. Irgendwann wollte ich einfach nicht mehr und hab ein halbes Jahr lang so gut wie nichts mehr getan. Und das tat richtig gut!!! Jetzt stress ich mich nicht mehr, mache keine Monatsrückblicke wo ich dann nachher enttäuscht vorm Bildschirm sitze weil ich „nur“ vier Bücher gelesen habe. Ich hab halt auch Abschlussprüfungen, einen Liebsten, einen Umzug am Laufen und eben einfach ein Leben außerhalb des World Wide Webs. 😉 Auch mit meinen Rezensionen bin ich nun viel zufriedener und wenn ich zur Kamera oder zum Buch greife, dann weil ich wieder so richtig Lust drauf habe.
    Fazit: Auszeiten sind was tolles! Sich nicht stressen lassen und Zahlen ignorieren sogar noch besser!! 😀

    Liebste Grüße
    Nina von BookBlossom

    Gefällt 1 Person

  20. Ein interessanter Beitrag, in dem ich mich allerdings nicht wieder finde. Rezensionen habe ich bereits verfasst, bevor ich auch nur auf die Idee kam, einen eigenen Blog zu starten. Gerade aus diesem Gefühl, was du weiter oben beschreibst, ist das Rezensieren erst bei LB und Co. und dann später auf dem Blog entstanden. Gesundheitsbedingt musste ich mal eine Zeit lang den Blog ruhen lassen. Und bei jedem Buch, dass ich in der Zeit lesen konnte, brannte es mir doch in den Fingern, darüber zu schreiben. Natürlich kann man sich mit den anderen vergleichen und in dem man sich andere Standards zu eigenen macht, kommt man sicher schnell in einen ungesunden Stressmodus. Aber das kann man zum Glück selbst steuern. Mein Blog gehört nicht zu den großen, was ich ganz angenehm finde. Zwar schreibe ich in erster Linie für mich selbst, aber natürlich gefällt mir der Austausch mit anderen. Likes sind mir nicht wirklich wichtig, die Diskussionen unter den Beiträgen sind es, die mir das Bloggen am meisten versüßen. Ich war schon immer ein Schnell- und Vielleser und auch die Sache mit dem SuB ist eine never ending story, seit dem ich lese. Aber hey, ich liebe es. Wie hoch er ist, keine Ahnung. Aber das Gefühl, von verschiedenen Genres immer etwas ungelesenen im Haus zu haben, ist ein wirklich gutes. Klar, könnte ich mir, wenn ich sonntags richtig Lust auf NA bekomme, auch etwas auf meinen Kindle laden. Aber wenn dann genau so ein Buch ungelesen da ist, umso besser.

    Gefällt 1 Person

  21. Mir macht das Bloggen absolut keinen Stress. Solange man es nicht beruflich macht, gibt es auch keinerlei Grund, weshalb es das sollte. Wenn wir mal ehrlich sind, interessiert es niemanden, ob wir nun 2 oder 3 Beiträge die Woche posten und ohne Social Media kann man auch überleben, ob man es glaubt oder nicht. Ich finde sowieso, dass man sich auf solchen Seiten nur aufhalten sollte, wenn man auch Lust dazu hat, sonst fällt es ohnehin sofort auf. Nur damit jemand alle paar Tage lustlos einen Link postet, folge ich auch keiner Seite.
    Genauso ist es auch mit dem Lesen. Wenn ich einfach nur lesen möchte, ohne mir Notizen zu machen, dann tu ich das auch. Ob ich eine Rezension schreiben möchte, überlege ich mir immer erst nach dem Lesen und damit ich diese Freiheit habe, frage ich auch keine Rezensionsexemplare an. So einfach kann man das Problem lösen.
    Was den SuB angeht hast du schon etwas recht. Ich gehöre auch zu denen, die irgendwann mal zu viele Bücher angesammelt haben und sich damit nun nicht mehr ganz wohlfühlen, aber jeder ist dafür selbst verantwortlich. Die Lösung ist einfach, weniger neue Bücher zu kaufen, aber das scheint für einige dann doch zu kompliziert zu sein. Ich bin generell einfach dafür, dass sich niemand für seine Zahlen rechtfertigen muss, viele stört ihr SuB nämlich gar nicht, aber durch die anderen Blogger bekommt man teilweise den Eindruck, als müsste man sich dafür schämen.

    Gefällt 1 Person

  22. hey, du sprichst mir aus der Seele! Man muss nicht alles rezensieren, was man liest und man braucht nicht zig Follower, um Spass am eigenen Blog zu haben.

    Bzgl des endlosen Bücherstapels muss ich allerdings sagen, dass ich es genieße, Bücher vorrätig zu haben und je nach Lust, Laune und Zeit auswählen zu können.
    Liegt wohl an meiner Kindheit auf dem Land, als man plötzlich nichts mehr zu lesen hatte und auf den nächsten Bücherbus warten musste oder dass Mama mal wieder in die Stadt fährt und man sein Taschengeld in ein neues Buch investieren kann 😉

    Gefällt 2 Personen

  23. Ich lese und blogge ja nun schon recht lange. Druck mache ich mir nie. Weder beim Lesen noch beim Bloggen 🙂 Meinen reinen Buchblog gibt es noch nicht lang. ich habe ihn eingerichtet, um wieder bewusster zu lesen, um gerade den Details wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken, um nicht einfach nur zu lesen, ohne das auf längere Sicht etwas davon in meinem Kopf hängenbleibt.

    Gefällt 1 Person

  24. Hat dies auf lifestyle, books & more rebloggt und kommentierte:
    HEY!
    Ich habe hier mal eine Beitrag für euch der unglaublich genial ist und unbedingt von euch gelesen werden sollte!

    Manchmal fühle ich mich auch so, aber mich spornt das Bloggen auch an mehr zu lesen. Klar habe ich immer im Hinterkopf, dass ich eine Rezension dazu schreiben muss, aber dadurch nehme ich auch viel mehr Details wahr.

    Es gibt positive Seiten und natürlich auch negative, aber das ist bei allen Dingen so!
    Liebst, Marie ❤

    Gefällt 1 Person

  25. Hallo,

    ich kann dir in allen Punkten nur zustimmen. Ich mache mir selber keinen Stress, weil der Blog mehr Spaß machen soll als alles Andere und ich muss zugeben, dieses Jahr sehr sehr wenig für meinen Blog gemacht zu haben, besonders an Rezensionen. Dafür habe ich aber im „Wirklichen“ Leben viele schöne Sachen geschafft und Bücher gelesen.
    Wenn ich Bücher lese, sitze ich nie da und schreibe gleich Notizen mit, weil ich mein Buch genießen möchte. Wenn ich mich entscheide, eine Rezension zu schreiben, nehme ich es nochmal genauer unter die Lupe. Aber so kann ich zumindest den Faktor Stress dort vermeiden 🙂

    Ich habe dich außerdem für den „Mystery Blogger Award“ nominiert – falls du Lust hast, mitzumachen, findest du meine Fragen hier: https://heldenfuereinentag.wordpress.com/2017/11/21/mystery-blogger-award/

    Liebe Grüße,
    Jessy

    Gefällt mir

Gib deinen Senf dazu:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s