Ein Tritt auf eure Bloggerfüße – Warum ich diese drei Blog-Trends nicht vermissen würde

I am back! Vielleicht, aber vielleicht auch nicht habt ihr meine Abwesenheit im letzten Monat bemerkt und für die Unaufmerksamen unter euch: Ich war in den USA, es war wirklich schön und ich bin sechs Bücher schwerer nach Hause gekommen.

Tja, jetzt wo ich zurück bin und mich langsam wieder eingelebt habe, will ich meinen Blog auch nicht weiter schleifen ruhen lassen und könnte jetzt Business As Usual spielen und eine (nette) Rezension eines netten Buchs posten, aber eigentlich will ich schon länger mal etwas loswerden, das sich ausnahmsweise einmal nicht auf Bücher und ihre Autoren bezieht, sondern auf Blogs und ihre Autoren. (Ohhh, sie hat gesagt, wir sind AUTOREN!! 😮 )
Gut, ihr habt mich erst seit etwas mehr als einem Jahr an der Backe, aber in diesem einen Jahr habe ich mich schließlich auch nicht auf einer einsamen Bloginsel befunden, sondern habe (ob ihre AUTOREN es bemerkt haben oder nicht) auch bei anderen Blogs vorbeigeschaut. Dort habe ich viele positive Posts und das ganze Drumherum entdeckt, aber ihr kennt mich mittlerweile wohl gut genug um zu wissen, dass ich euch lieber auf die Füße trete als euch in den Himmel zu loben, also wird es in diesem Beitrag um die ganzen Dinge gehen, die mir auf die Nerven gehen bzw. einen frustrierten Seufzer provozieren.

Ein Tritt auf eure Bloggerfüße

Ich habe das Gefühl, dass ich mich hiermit nicht gerade beliebt mache, aber bevor ihr mich hasst, denkt bitte daran: Ich könnte auch noch auf andere Stellen treten, die viel schmerzhafter sind als Füße…

Bitte beachten:
Ich bin ein Mensch und verstehe durchaus, dass hinter anderen Blogs auch Menschen stecken, die Arbeit in sie investieren. Ich bin mir bewusst, dass niemand perfekt ist.
Dies ist nicht als ein persönlicher Angriff zu verstehen. Genannte Namen von Aktionen/Blogs dienen als Beispiele, die das gesamte Genre von Beiträgen/Blogs verkörpern. Nehmt das nicht persönlich.
Der folgende Beitrag schildert meine eigene Meinung und ich respektiere durchaus andere Ansichten. Fühlt euch frei, diese in den Kommentaren zum Ausdruck zu bringen.

Here we go!

#1 Wenn Quantität vor Qualität geht

Wisst ihr, welche Blogs mir die allerliebsten sind? Solche, auf deren Startseiten einem sofort das folgende Bild ins Auge springt und dort als Dorn stecken bleibt:

Beiträg_Aktionen

Ein sehr gutes anschauliches Beispiel

Mir ist schon weit mehr als ein Blog begegnet, dessen neueste drei Beiträge einfach nur Aktionen waren. Natürlich sind diese ganz praktisch, wenn einem mal nichts einfällt oder man sich mehr mit anderen Bloggern vernetzen will, aber du weißt, dass es überhand nimmt, wenn du auf einem Blog mehr Aktionen als inhaltsreiche Beiträge findest.

Betrachtet jetzt einmal Mias Blog aus der Perspektive eines Lesers: Hast du diesen Blog angeklickt, weil du unbedingt wissen willst, ob diese x-beliebige Bloggerin lieber samstagabends oder sonntagmorgens liest? Wirst du weiterlesen, um zu erfahren, in welchen Romanen, die im 12. Jahrhundert spielen, eine Maske vorkommt? Wirst du dir die Mühe machen, diesen Dschungel aus Aktionen zu durchwühlen um vielleicht doch auf eine Rezension oder einen inhaltsreichen Beitrag zu stoßen?

Die Frage, die ich mir bei solchen „zugemüllten“ Blogs immer stelle, ist „Liest das eigentlich auch jemand außer den Bloggern, die sie verlinkt hat?“ und „Was verspricht sie sich denn davon?“
Natürlich bloggen die meisten Hobbyblogger aus Spaß an der Sache und mir geht es auch nicht in erster Linie um Besucherzahlen, aber ja, ich gebe zu, dass es mich schon enttäuscht, wenn keiner meinen neuesten Beitrag liest. Und was tue ich dann? Poste ich eine Rezension, die Arbeit gemacht hat oder gehe ich in zehn Minuten auf die wichtige Frage ein, ob ich Jace Herondale heiraten würde?
Sicher, es ist schön, wenn du dreimal die Woche einen Beitrag posten kannst, aber die meisten von uns Bloggern gehen zur Schule/Uni/Arbeit und da bleibt eben nicht so viel Zeit. Und in dem Fall geht Qualität doch vor Quantität: Lieber ein guter unterhaltsamer Beitrag als eine halbherzige 200-Worte-Rezension und Klapptext-Donnerstag gefolgt von deinen Neuzugängen, wo du dich eigentlich nur über deinen wachsenden SuB beschwerst, statt einfach aufzuhören, immer neue Bücher zu kaufen.

#2 Wenn die Rezi in den Werbepausen von DSDS geschrieben wurde

Es gibt drei Arten von Rezensionen: positive, negative und halbherzige.
Sowohl die begeisterte als auch die absolut enttäuschte Rezension ist unterhaltsam und vor allem AUSSAGEKRÄFTIG, etwas, das man von der halbherzigen Rezi nicht erwarten kann. Denkt daran, eine Rezension auf einem Blog ist meistens eine persönliche Meinung und keine objektive Analyse, aber das setzt nun mal voraus, dass ihr auch eine Meinung habt! Wenn nicht, hört sich das dann so an:

Beiträge_Rezension

Mia at her best

Nun hat unsere liebe Mia doch tatsächlich die Zeit gefunden, ihre Eindrücke von dem allseits bekannten Roman Die Tribute von Panem niederzuschreiben und ich muss schon sagen, nur wenigen wäre es besser gelungen, die Überwältigung, die beim Lesen entsteht, so eindringlich in Worte zu fassen. Eine Glanzleistung, wirklich.

Nur um sicherzugehen, dass ihr mich nicht falsch versteht: Der Kritikpunkt ist hier nicht der, dass das Ende oder die Details nicht verraten werden um dem Leser nicht den Spaß zu verderben. Auch wenn ein oder zwei Zitate schön gewesen wären, reite ich in diesem Artikel auch nicht auf fehlenden Textbelegen herum, ich bin ja schließlich nicht eure Deutschlehrerin. In diesem Sinne gehen wir jetzt auch nicht auf nicht anwesende Begründungen ein, aber persönlich (nicht in meiner Funktion als vorwurfsvolle Stimme deiner Deutschlehrerin) würde ich schon gerne wissen, warum genau es dir gefallen bzw. nicht gefallen hat. Damit ich darüber mit dir streiten kann.
Die Frage ist doch eher: Wissen wir jetzt irgendetwas, das aus dem Klapptext noch nicht hervorgegangen ist? Kennen wir jetzt Mias Meinung zu diesem vielgelobten Roman? Oder hat sie einfach ein paar allgemeine Fakten zusammengekratzt, die Ausrede, ja nicht spoilern zu wollen, zurate gezogen und das Ganze in einen allgemeinen NICHTSSAGENDEN Text gesteckt?

Ich weiß ja nicht, wie es bei den anderen Bloggern ist, aber ich brauche für meine Rezensionen jeweils etwa zwei Stunden. Das ist Text schreiben, Zitate suchen und gegebenenfalls noch eine Grafik produzieren. Diese Sorte Beitrag dauert wesentlich länger.
Sicher, ich bin hier nicht das Maß aller Dinge, aber wenn ihr eure Rezis schon in der Werbepause von DSDS schreibt, dann lasst es doch wenigstens nicht so raushängen!

#3 Wenn der fehlende Inhalt mit Formatierungen aufgepeppt werden muss

Einsicht ist ja bekanntlich der erste Schritt zur Besserung und wenn du erkennst, dass dein Beitrag dieses mal nichts war, dann bist du ja schon halb am Ziel. Du könntest jetzt natürlich einen neuen Beitrag schreiben oder aber retten was zu retten ist und einfach zur Mogelpackung greifen, die uns sämtliche Textverarbeitungsprogramme freiwillig zur Verfügung stellen. Die Rede ist hier natürlich von Formatierungen, die doch jeden Text gleich interessanter machen, und wenn er so richtig interessant werden soll, braucht er natürlich auch viele verschiedene Formatierungen, nicht wahr?

Mia hat auch eingesehen, dass sie mit ihrer Rezension wahrscheinlich keinen Preis gewinnt, also greift sie zu allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln, um das beste hervorzuheben:

Beiträge_Rezension_Formatierung

Wenn das mal nicht ins Auge sticht…

Tatsächlich bin ich schon auf mehrere Blogs gestoßen, in deren Beiträgen zufällig irgendwelche Worte fett geschrieben waren, sodass das Auge nur von Adjektiv zu Präposition hüpft und bei mir nur sinnlose fette Wörter ankommen. Gefällt euch das?

Übrigens finden es manche Blogger wohl chic, den gesamten Beitrag in kursiv zu schreiben. Ja, alles. Nicht nur einzelne Absätze, ALLES!

Du kannst auch gerne die Lieblingsfarbe Pink haben und das Design deines Blogs in Pink- und Rosatönen halten, aber – bitte! – hör auf, wenn du merkst, dass auf deinem Bildschirm mehr Pink ist als auf dem Jogginganzug von Cindy von Marzahn!

Vor einer Weile ist mir ein Blog über den Weg gelaufen, der dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt hat. Er wurde von blogspot oder blogger gehostet und anscheinend gab es da die wunderbare Funktion, dem Cursor einen Glitzerschweif anzuhängen. Ob der Cursor nun still steht oder sich bewegt, er zieht eine Glitzerspur hinter sich her und obwohl es zum sehr … märchenhaften Design passte, war es doch unglaublich ablenkend. Ich erinnere mich, einen Text gelesen zu haben, aber am Ende wusste ich gar nicht mehr, worum es eigentlich ging und ob mir das gefallen hat, weil ich mich vor lauter Glitzer nicht mehr konzentrieren konnte.
Jetzt wisst ihr ja, was ihr machen müsst, damit es niemanden mehr kümmert, was ihr eigentlich schreibt…

Startschuss!

In diesem Sinne: Lasst die Spiele beginnen! Wer finden wohl zuerst heraus, dass ich tatsächlich auch schon mal an Aktionen und Challenges teilgenommen habe…? Wer hält mir nun als erstes vor, dass meine eigenen Rezensionen am Anfang auch mehr Inhaltsangaben als Rezensionen waren?

Oh, ich höre schon, wie sie alle mental die Messer wetzen… Fresst euren Frust nicht in euch hinein, immer her damit! Es gibt da ein Kommentarfeld, das alle Aneinanderreihungen von Buchstaben geduldig erträgt und wiedergibt!

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43 Gedanken zu „Ein Tritt auf eure Bloggerfüße – Warum ich diese drei Blog-Trends nicht vermissen würde

  1. Besonders die Aktionen gehen mir aufn Keks. Da schreie ich gerne laut und fest Amen! Ich interessiere mich nicht für solche Aktionen. Das heißt nicht, dass ich die nicht schon selbst genutzt habe, am Anfang meines Blogger-Daseins um überhaupt gesehen zu werden. Aber eigentlich sind es nur Lückenfüller. Sie geben mir als Blogger nix und das Gleiche gilt für den Leser.

    Zudem mir die Individualität eines jeden Blogs da flöten geht, weswegen ich diese Reihenbeiträge/Aktionen tatsächlich in einer gewissen Art und Weise boykottiere. Ich lese sie nicht und auch wenn nette Blogger, die ich mag, dabei mitmachen ist das okay, aber ich teile es bei Twitter, Facebook etc nicht. Nicht wie ich es sonst tun würde. Da mache ich tatsächlich starke Abstriche.

    Toller Beitrag!

    Liebe Grüße
    Rebecca

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    • Es gibt manchmal ganz gute Fragen / Aktionen, die ich dann auch mitmache. Meistens sind das dann Fragen, über die ich mir auch schon Gedanken gemacht habe, und die Aktion dann zum Anlass nehme um darüber zu schreiben. Aber ich achte darauf (oder versuche zumindest), dass ich nicht mehr als 2 Aktionen in der Woche habe. Oft verpenne ich das auch. Bin ja schließlich auch berufstätig und Mutter.

      Ich frage mich auch, woher die Blogger all die Zeit nehmen, „jede Aktion“ mitzumachen und die Flut an Beiträgen und Kommentaren zu produzieren?? Ich habe neben all meinem Alltag wirklich nur sporadisch Zeit und nutze die freien Minuten lieber zum Lesen oder Ausfeilen meiner Rezensionen. Wie gesagt. Ab und zu eine interessante Aktion finde ich voll in Ordnung!

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      • Ich stimme dir zu, ab und zu gibt es mal eine Aktion mit einer interessanten Frage und es ist ja auch okay, manchmal daran teilzunehmen, aber das Problem ist, dass es viele total übertreiben und am Ende mehr Aktionen als „ernstgemeinte“ Beiträge haben. Das ist dann einfach schade und bestimmt auch nicht der Grund, weshalb sie überhaupt mit dem Bloggen angefangen haben, oder?
        LG Johanna

        Gefällt 1 Person

    • Hallo Rebecca,
      das Allerschönste ist ja noch, dass anscheinend alle an genau denselben Aktionen teilnehmen und alle eine ähnliche Antwort geben oder einfach nur drei Sätze hinrotzen und den Post dann veröffentlichen.
      Die Leute, die die Aktionen hosten, müssen sich ja teilweise jede Woche eine neue Frage ausdenken und da ist es ja klar, dass sich die Themen überschneiden, aber da muss ich als eigenständig denkender Mensch doch auf den Gedanken kommen, das, was ich bereits so oder so ähnlich beantwortet habe, nicht noch einmal zu beantworten.
      LG Johanna

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  2. Hallo Johanna!

    Es ist absolut nichts verwerflich an dem, was du sagst. Viele deiner Gedanken kann ich absolut nachvollziehen. Solche und ähnliche Gedanken habe ich mir auch öfter gemacht. Mein Fazit ist immer wieder: Nur den Blogs folgen, die „meinen Ansprüchen“ genügen. Alles andere wird ausgefiltert. Meiner Meinung nach kann man dann auch noch über die Buchblogs hinaus etwas lesen. Schließlich gibt es ja noch einiges andere, das ganz interessant ist.

    In deinem Beitrag greifst du meiner Meinung nach auch niemanden persönlich an, denn du schilderst dein Empfinden und zeigst anhand von fast überzogenen Beispielen, wie sich sowas äußert. Das ist ja schon realitätsnah. Ein kleiner Denkanstoß hat noch niemandem geschadet.

    Liebe Grüße
    Henrik

    Gefällt 3 Personen

    • Hallo Henrick,
      natürlich sollte man nur den Blogs folgen, die einem auch wirklich gefallen, aber leider ist es manchmal so, dass Blogger, deren Rezensionen oder andere Beiträge ich wirklich gerne lese, dann auf die Idee kommen, doch mal einen Haufen Aktionen rauszuhauen. Es wäre schön, wenn man diese „Spam-Beiträge“ einfach aus dem Reader ausfiltern könnte, damit man es gar nicht erst zu sehen bekommt.
      LG Johanna

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  3. Hach ja, das leidige Thema. Ich arbeite seit 20 Jahren in der Mediengestaltung und ihr glaubt nicht, was mir da schon alles unter gekommen ist! Ist halt leider so, aber besser wird das wahrscheinlich nie werden.
    Ich lese alle Blogs über die WordPress-App, da sehe ich gar kein Design.
    Aber interessant, dass in letzter Zeit so viele Beiträge über Blog-Design auftauchen?

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  4. DANKE für diesen Beitrag und die klaren Worte!
    Ich selbst bin (noch) kein Blogger, will aber demnächst damit anfangen. Mich nerven diese oben genannten „halbherzigen“ Rezensionen, noch schlimmer finde ich jene, die aus Gefälligkeit gegenüber Autoren geschrieben werden á la „Das Buch ist super hammer mega toll, unbedingt lesen!“ und am Ende stellt sich heraus, dass es einfach große Grütze ist (sorry für die Wortwahl).

    Ich schreibe seit einiger Zeit Rezensionen und versuche dabei, auch wenn mir das Buch nicht gefallen hat, sowohl ehrlich als auch konstruktiv zu sein… das ist doch der Sinn einer Rezension, oder habe ich das falsch verstanden?

    Jedenfalls stimme ich dir in deinen Kritikpunkten uneingeschränkt zu 🙂

    LG Melli

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    • Danke Melanie,
      ich finde, bei Rezensionen sollte man vor allem ehrlich sein und seinen Lesern nicht vorlügen, ein Buch gut zu finden, bei dem man sich quälen musste, um es zu Ende zu lesen. In dem Fall hören sich die Rezensionen ja auch irgendwann alle gleich an und das will auch niemand lesen.
      Bücher, die einem nicht gefallen haben, sind natürlich ein bisschen schwieriger zu rezensieren als diejenigen, die man absolut fantastisch fand. Auf der einen Seite will man ehrlich sein, auf der anderen Seite will man den Autor und die ganzen anderen Leute, die noch so dahinter stecken, auch nicht beleidigen, weil die sich schließlich auch viel Mühe gegeben haben.
      Wenn ich ein Buch richtig schlimm fand, schreibe ich auch eine sehr negative Rezension, versuche aber, es eher auf die lustige Seite zu ziehen als dem Autor einen Schlag ins Gesicht zu verpassen. (Beispiel: https://bookpalast.wordpress.com/2017/01/30/mein-leben-fuer-dich/)
      Da musst du wohl für dich selbst sehen, wie du das handhabst. Ich wünsche dir viel Glück für deinen Blog und lass dich nicht entmutigen!

      LG Johanna

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  5. Irgendwie treibe ich mich wohl auf den falschen Blogs herum 😀

    Ok, in der Familienblog-Szene gibt es die Freitagslieblinge und das Wochenende in Bilder (bei beidem mache ich nie mit und werde es wohl auch nie machen), aber so viele Aktionen gibt es zum Glück nicht.

    Du hast aber den Punkt mit den halbherzigen Rezensionen gut getroffen. Ich gebe zu, dass es auch mir oft schwer fällt die passenden Worte zu finden. Aber man sollte sich wirklich die Zeit nehmen, sich näher mit dem Buch zu beschäftigen und seine eigenen Worte finden. Eine einfache Inhaltsangabe reicht einfach nicht. Was hat einen bewegt? Wer sind die Hauptfiguren? Was mag man an Ihnen? Was nicht? Wie war der Erzählstil? Es gibt doch so viele Punkte, auf die man eingehen kann, oder?

    Jetzt wo ich den BookPalast gefunden habe, schaue ich definitiv öfter rein 😉
    VG Anne

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    • Hallo Anne,
      vielleicht treibst du dich auch auf den richtigen Blogs herum! 😉
      Oft gibt es über ein einziges Buch so viel zu sagen, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Natürlich sollte man mehr als einen Aspekt beleuchtet haben, aber es soll ja auch keine vollständige Analyse werden, die dem kritischen Auge des Deutschlehrers standhalten muss. Da kann man sich ja einfach das Interessanteste rauspicken! 🙂
      LG Johanna

      Gefällt 1 Person

  6. Hallo Johanna

    Nach der Einleitung hatte ich wirklich Schlimmes erwartet. Aber im Grunde sprichst du nur an, was auch mir auf die Nerven geht.
    In Zeiten von Rezi- Kauf, geschnorrten Rezi- Exemplaren und dem Wunsch, der neue youtube- Star zu werden, scheint jeder Weg legitim zu sein.
    Mir fehlt die Verbindlichkeit, die eigene Meinung und auch die Bereitschaft zu diskutieren.
    Das Internetzeitalter hat viele zu anonymen Tippsern gemacht, immer auf der Suche nach dem Neuen, die schnell weiter laufen, wenn das Alte nicht mehr funktioniert.
    Die Welt ist oberflächlich geworden, schlelllebig und verführerisch.
    Es tut gut zu wissen, dass es dennoch Leute gibt, denen Qualität, Leistung, Konsequenz und Verbindlichkeit nicht fremd sind, die sich trauen, eine eigene Meinung zu haben, und diese auch zu vertreten.

    LG Lucy

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    • Schade ist es ja vor allem dann, wenn Beitrag nach Beitrag erscheint, aber auf Kommentare und Kritik keine Antwort kommt. Denn dann ist ja der Sinn eines Blogs (der meiner Meinung nach auch ganz stark beim Austausch liegt) verfehlt. Was nützt es, wenn jemand nur Kommentare „sammelt“, aber nicht interagiert?!

      Liebe Grüße
      Carolin

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      • Das klingt jetzt böse, aber ich vermute, den meisten geht es nur um Traffic. Denn ab einer bestimmten Menge kann man dann mit dem Blog Geld verdienen. Ich verteufle nicht den Versuch, denn am Ende muss jeder einen Weg finden, mit dem Einkommen auszukommen. Ich bemängele die Art, wie das geschieht. Unsere Gesellschaft wird mehr und mehr zu einer Sammlung Individualisten, die möglichst auf Kosten anderer ihr Ding machen.
        Es gibt keine Gemeinschaft mehr, es gibt nur noch einen Haufen zu fette Krähen, die auf den nächsten Happen lauern….

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        • Geld mit meinem Blog verdienen hatte ich noch nie auf dem Schirm. Finde es aber ok, wenn andere es machen. Lesen und mein Blog sollen ja mein Hobby bleiben. Mir wäre der Druck zu groß.
          Aber da hast du schon Recht. Es kommt auf die Art und Weise an, wie man das Ganze angeht.

          Gemeinschaft habe ich mit ein paar netten Bloggern. Genau das macht ja das Bloggen so schön.

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  7. Hallo Johanna 🙂

    Du triffst echt den Nagel auf den Kopf. ^^“ Toller Beitrag. 🙂

    Ich gebe zwar zu, dass ich damals, als ich noch ein kleines Blögchen in der großen Blogosphäre war, auch eine Aktion nach der anderen hatte. Montagsfrage, Gemeinsam Lesen (Dienstag), Waiting on Wednesday, Top Ten Tuesday, Freitstagsfrage usw. Aber das macht zum einen wahnsinnig viel Arbeit und zum anderen hab ich mir dann auch nach 2 Monaten oder so die Frage gestellt: Wer liest das eigentlich? Mittlerweile nehme ich nur noch am Klappentext-Donnerstag teil (weil der echt cool ist) und finde es so auch echt viel besser. ^^“

    Von meinen alten Rezis fangen wir besser gar nicht an. Die schlimmsten dieses Kalibers hab ich mittlerweile gelöscht und viele tatsächlich neugeschrieben. ^^“ Aber ich schätze, wir alle fangen so an und lernen mit der Zeit dazu. 🙂

    LG
    Anni

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    • Jeder fängt mal neu an. Ich lasse auch die ersten Rezis. Außerdem, perfekt sind meine Rezis nie. Aber, ich bespreche Bücher genau so, wie ich sie empfunden habe. Montagsfrage, Gemeinsam lesen, Top Ten Thursday und meine eigene Aktion am Freitag machen mir bis jetzt noch Spaß. Wenn ich mal keine Lust mehr dazu habe, lasse ich es bleiben.

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  8. Hej Johanna,
    ich finde deinen Beitrag sehr gelungen. Besonders die quietschigen Farben sind mir auch immer wieder ein graus. Wobei ich in meinen Anfängen auch ein wenig mit Farbe gespielt habe bin ich jetzt ganz klassisch bei schwarzer Schrift angekommen. Ich finde die einfach schöner zu lesen.

    Während ich deinen Post gelesen habe, habe ich überlegt, was bei mir nervig sein könnte.
    Aktuell würde ich sagen, dass mein Bastelthema langsam langweilig wird, weil ich seit Wochen über ein Workshop Wochenende berichte. Aber um jedem Werk gerecht zu werden, habe ich es bewusst in die Länge gezogen. Und da mein Herz momentan einfach mehr für Bücher schlägt behandle ich den anfänglichen Hauptaspekt meines Blogs momentan sehr stiefmütterlich.

    Neben einem Vollzeitjob und dem Fernkurs „Bloggen Professionell gemacht“ versuche ich meinen Beiträgen so viel Zeit zu widmen wie möglich. Leider erwische ich mich momentan durchaus mal bei sehr schnell geschriebenen Rezensionen. Wobei ich die absolut zustimme, eine lesenswerte Rezension kostet mindestens zwei Stunden Zeit.

    Danke für deinen Beitrag, der mich zum Nachdenken anregt und ein bisschen auch zum Schmunzeln.
    LG Kerstin

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  9. Du hast das wirklich toll und noch dazu lustig beschrieben. Ich sag mal so: Qualität vor Quantität. Ich überleg mir seit einiger Zeit, selbst einen Beitrag in die Richtung zu machen, fühle mich aber noch nicht qualifiziert, weil ich erst seit Februar blogge.

    Deinen Beitrag möchte ich am Freitag für die KW 19 auf meiner Wanderung durch die Welt der Bücherblogs verlinken. Das ist auch so ne Art Aktion, aber eine, die mir freiwillig selbst stelle, weil ich es für mich und andere bereichernd finde.

    Gruß,
    Daniela

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  10. Ich schmeiß mich weg vor Lachen! 😀 Super geschrieben und sehr unterhaltsam. ^^ Ich selbst betreibe erst seit 3 Monaten aktiv einen Blog und weiß natürlich auch nicht, ob ich immer alles richtig mache. Mir ist auch klar, das mein Blog nicht Jedem gefallen wird. Aber ich habe davor schon immer viel auf Blogs gelesen, wegen der Beiträge und den Rezensionen. Deshalb kann ich dir hier nur zustimmen. Alle Blogs die zu schrill, unübersichtlich oder einfach kitschig waren, habe ich direkt wieder verlassen. Es hat mir als Leser einfach keinen Spaß gemacht und darum sieht mein eigener Blog auch etwas „aufgeräumter“ aus. (hoffe ich ^^) Vor 2 Tagen habe ich einen ähnlichen Beitrag, wie deinen, von @Trallafittibooks geteilt, weil ich den auch schon so passend fand.

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  11. Hello, hello! Diese Aktionen sind aber auch omnipräsent und voller Sogwirkung, der man sich erst einmal entziehen muss … Mir, als sehr neuer Bloggerin, scheint manchmal, die Community dreht sich dabei etwas um sich selbst und ohne Aktionsteilnahme bleibt die Hemmschwelle sehr hoch, doch bei jemand anderem mal hinein zu schauen. Also, danke für die Bekräftigung im Widerstehen. Die Entscheidung ist aber bisher auch einfach eine pragmatische – ich hätte dann einfach keine Zeit mehr, weder zum Lesen noch zum genau darüber Schreiben.
    Mit den besten Grüßen!

    Gefällt 1 Person

    • Hallo!
      Ja klar, es ist schon eine Versuchung, wenn man vor allem als neuer Blogger sieht, dass es da tatsächlich Leute gibt, die solche Beiträge kommentieren, also muss es ja auch jemand lesen, oder? Ich finde, es ist dann nur so, dass nur diejenigen, die man da markiert hat, tatsächlich den Beitrag lesen und dann einen Kommentar von der Sorte „Jo, schön, dass du auch dran teilnimmst! Im Prinzip habe ich genau dasselbe schon in meinem Beitrag geschrieben…“ Für alle Nicht-Blogger-Leser ist das total langweilig und tatsächlich waren meine paar Aktions-Beiträge mit am schlechtesten besucht. Nicht, dass ich mich darüber wundern würde… 😉
      LG Johanna

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  12. Ups. Da hat mich jemand voll erwischt

    Ich mache gerne bei Aktionen mit. Ich schreibe sogar Rezenesionen! 😉 Geld will ich damit keins verdienen. (obwohl ihr mich da gerade auf eine Idee bringt …. 😉
    Mir gefällt der Austausch mit anderen Bloggern. Ja, ich mache es auch wegen der Besucherzahlen. Besonders bei meinen Besprechungen freue ich mich auf viele Besucher. Ich führe meinen Blog sehr gerne. Freue mich, wenn ich neue Follower bekomme. Mir würden ja 30-50 Follower voll reichen, wenn die dann fleißig kommentieren würden.
    Auf alle Fälle bin ich genau die Bloggerin, die Bookpalast in der Schusslinie hat.
    Das macht aber nix. Es ist mein Blog, mit haufenweise Fehlern. Es ist mein Blog, den ich über alles liebe.

    Liebe Grüße
    Gisela

    Lust auf eine Aktion bei mir? :-))))))))))

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  13. Hey!
    Ich finde nicht, dass du jemanden persönlich angreifst. Ich finde den Beitrag richtig gut.
    Während ich das hier tippe sehe ich übrigens mein Foto unten bei Get Inspired.. wow, danke!! Das freut mich wahnsinnig, zumal ich mich erst von dem Punkt „Aktionen“ angesprochen fühlte.

    Ja, ich mache ab und an bei der Montagsfrage und dem Klappentext-Donnerstag mit.
    ABER. Ich nenne sie einfach nie so. Mich nerven diese 2729 gleichen E-Mails die mich über die Beiträge meiner Lieblingsblogs informieren und als Betreff dann haben: Montagsfrage: Besitzt du Schmuckausgaben von Büchern wenn ja welche wieso und wo und was und bla.
    Demnach bastele ich mir aus jeder Aktion, die ich irgendwie ansprechend finde, eine eigene Überschrift und fülle sie mit individuellem Content.
    Wenn ich dann Beiträge dazu lese wie „Ja, ich besitze Schmuckausgaben und zwar die illustrierten Harry Potter Bände. Und ihr so?“ kriege ich die Krise. Wenn ich nicht mehr als 1 Satz dazu schreiben kann dann lasse ich es ganz.
    Besonders nervig finde ich auch Sachen wie Top Ten Thursday: 10 Bücher mit G. Das beantworten dann viele, indem sie einfach 10 Coverbilder posten. Und dann? Was hat man davon?

    Bei Rezensionen bin ich mittlerweile sehr pingelig. Beim Lesen, ebenso natürlich beim Schreiben. Ich brauche für meine, je nach Rezensionsart (Kurz oder normal) meistens so 45-90 Minuten. Fotos knipsen dauert meistens 20-40 Minuten.

    Zur Farbgestaltung und Co habe ich in meinem Beitrag „Was mich an Blogs nervt“ auch schon einiges geschrieben. Grelle Farben, animierte Mauszeiger oder fallende Blumen oder Schneeflocken führen dazu, dass ich den Blog fluchtartig verlasse.

    Liebe Grüße,
    Nicci

    Gefällt 2 Personen

    • Ja klar, danke dir ;).
      Es gibt eben immer diese Alibi-Blogger, die dann lieber drei Ein-Satz-Beiträge veröffentlichen, wenn sie keine Zeit für etwas Richtiges haben, aber Hauptsache, man hat etwas gepostet, richtig? Manchmal ist weniger wohl doch mehr…

      LG Johanna

      Gefällt 1 Person

          • Ah okay, dann habe ich dich wirklich falsch verstanden, sorry. 🙈
            Ich dachte du meinst das so, dass auch diese mega kurzen Beiträge für Reichweite sorgen und demnach auch scheinbar nicht schlecht sind, zumindest für diejenigen die sie schreiben.
            Aber ich stimme dir zu, es muss nicht jeden Tag einen Beitrag geben. Manchmal finde ich das bei mir schon viel, aber irgendwie steht auch ständig ne Rezi an. 😄

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  14. Ich habe deinen Beitrag gerade erst entdeckt und wollte aber dennoch mal meine Meinung hinterlassen 😉
    Also ich fande deine angesprochenen Punkte wirklich sehr gut und vor allen Dingen auch richtig und wichtig! (was ein Reim :D)
    Ich habe meinen Blog erst seit zwei Monaten und bin dazu übergegangen einmal die Woche einen neuen Beitrag zu veröffentlichen. Damit fahre ich sehr gut und wenn das zu wenig ist, dann ist das halt so aber ich möchte mir die Zeit für meinen Beiträge nehmen und das geht mit Studium und andereen Hobbys sonst nicht immer.

    Ansonsten hast du einen sehr sympathsichen Schreibstil und ich hatte deinen Veriss sogar noch schlimmer erwartet gehabt, also alles gut!

    Gefällt 1 Person

  15. Pingback: Monatstrallafitti Mai: Ein Händchen für tolle Bücher – Trallafittibooks

  16. Pingback: Die Sache mit den Aktionen – Trallafittibooks

  17. Hallihallo.

    Ich bin zufällig über den Blogg Trallafitibooks auf deinen Beitrag gestoßen und musste feststellen, dass ich eigentlich nur einmal bei einer Challenge mitgemacht habe, die ich aber dann hauptsächlich über facebook und Instagram laufen habe lassen. Ansonsten hat mich bis jetzt noch keine Aktion richtig angesprochen, da ich manchmal ein-zwei Wochen nichts schreiben kann, da mich mein Studium total eingespannt hat.

    Und weiteres finde ich, dass solche Aktionen auf Dauer für Blogger und Leserin oder Leser langweilig wird.

    Liebe Grüße,
    Carina.

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Carina,
      das Zeitproblem kennen viele Blogger und ich denke, dass viele es als Begründung nehmen, ein paar halbherzige Beiträge zu tippen oder super kurze nichtssagende Aktionen, einfach damit sie irgendetwas geschrieben haben.
      Ich finde das schrecklich, also schreibe ich lieber mal zwei Wochen gar nichts als lauter halbe Sachen zu veröffentlichen. Freut mich, dass du das auch so siehst. 😉

      LG Johanna

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